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Südkorea: Ärztestreik gegen mehr Personal

Seoul. Wegen eines Streiks der Assistenzärzte sind in Südkorea reihenweise geplante Operationen ausgefallen. Zudem hätten geplante Kaiserschnittgeburten verschoben werden müssen, teilten die Gesundheitsbehörden des Landes am Mittwoch mit. Grund dafür sei ein immer mehr Zulauf findender Streik der Assistenzärzte.

Mehr als 8.800 Assistenzärzte hätten inzwischen die Arbeit eingestellt, erklärte der stellvertretende Gesundheitsminister Park Min Soo am Mittwoch. Dies seien mehr als 70 Prozent aller jungen Ärzte im Land. Der Streik richtet sich gegen Pläne der Regierung, die Zahl der Medizinstudenten deutlich zu erhöhen. Mit dieser Maßnahme will die Regierung nach eigenen Angaben die zu geringe Ärztezahl im Land erhöhen. Außerdem solle so der alternden Gesellschaft Rechnung getragen werden, die zu mehr Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten führe. Die streikenden Ärzte dagegen befürchten Verdienstverluste und sinkende Karrierechancen sowie weniger soziales Ansehen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.02.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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