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Mangelernährung trotz »Bürgergeld«

Hannover. Am 1. Januar wird das sogenannte Bürgergeld um 61 Euro erhöht, von 502 auf 563 Euro. »Diese Erhöhung ist verfassungsrechtlich geboten und sozialpolitisch notwendig. Für eine auch nur annähernd gesunde Ernährung und angemessene gesellschaftliche Teilhabe reicht das nicht aus.« Darauf macht die Landesarmutskonferenz Niedersachsen an diesem Donnerstag mit einer Aktion in Hannover (am Kröpcke) aufmerksam. »Wir machen mit einer Tafel deutlich, was es heißt, mit 6,50 Euro (Erwachsene) pro Tag für Ernährung auskommen zu müssen – dem Gegenwert von einem Glas Wein im Restaurant«, erläuterte Klaus-Dieter Gleitze von der LAK Niedersachsen kurz vor Weihnachten die geplante Aktion. »Wer gesundheitlichen Einschränkungen bei der Ernährung unterliegt, hat sofort ein Riesenproblem.« Andere vielleicht etwas später. Die gesundheitlichen Folgen kosteten ein Mehrfaches von dem, was eine ausreichende Erhöhung des Regelsatzes kosten würde, heißt es in der Erklärung vom 22. Dezember. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2023, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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