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Exjugoslawische Aktivisten gegen Femizid

Belgrad. Ein Mann in Bosnien hat seine Frau getötet und den Mord live auf Instagram übertragen, meldete Associated Press am Dienstag. Im benachbarten Serbien wurden allein in diesem Jahr 27 Frauen getötet, kosovarische Aktivisten bezeichnen dies als »nationalen Notstand«. Frauen würden aufgrund ihres Geschlechts schikaniert, vergewaltigt, geschlagen und getötet – oft von ihren (Ex-)Partnern und nachdem sie die Gewalt wiederholt den Behörden gemeldet hatten. Das Problem verschärfte sich nach dem Jugoslawienkrieg und den seither andauernden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen. Als Reaktion darauf haben Frauengruppen in der Region Proteste organisiert, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen und Maßnahmen zu fordern. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.12.2023, Seite 15, Feminismus

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