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Aus: Ausgabe vom 01.12.2023, Seite 1 / Kapital & Arbeit
COP 28

UN-Klimakonferenz in Dubai begonnen

Fonds für Folgeschäden bestätigt, angestrebte Summe dürfte deutlich zu niedrig sein
Von Raphaël Schmeller
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Ein Ölchef fordert »Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung«: Konferenzpräsident Sultan Ahmed Al-Dschaber zum Auftakt der COP 28 am Donnerstag

Die 28. UN-Klimakonferenz (COP 28) ist am Donnerstag in Dubai eröffnet worden. Als eine der ersten Amtshandlungen wurde Sultan Ahmed Al-Dschaber als Vertreter der gastgebenden Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zum Vorsitzenden der Konferenz gewählt. In einer Rede rief er zu einer »Kurskorrektur« und weiteren Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung auf. UN-Generalsekretär António Guterres forderte einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe. Er warnte vor einer »totalen Katastrophe«, wenn die Menschheit ihr Bemühen für mehr Klimaschutz nicht verstärke.

Schwerpunkt der Konferenz ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, vor allem durch den Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas sowie den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger. Beobachter gehen davon aus, dass keine ernsthaften Schritte in diese Richtung beschlossen werden – nicht zuletzt, weil Konferenzpräsident Al-Dschaber auch Chef des Ölmultis ADNOC ist.

Höhepunkt des ersten Tages der COP 28 war die Bestätigung des Kompensationsfonds für Klimaschäden, der besonders gefährdete Staaten unterstützen soll. Deutschland und die VAE sagten jeweils 100 Millionen US-Dollar für den Fonds zu.

Auf der COP 27 im vergangenen Jahr war nach jahrelangem Ringen der Kompensationsfonds auf den Weg gebracht worden. In diesem Jahr soll nun geklärt werden, welche Länder wieviel Geld einzahlen müssen. Man muss aber nicht bis zum Ende der COP 28 warten, um jetzt schon sagen zu können: Das Geld wird nicht reichen. Die angestrebten Summen liegen im dreistelligen Millionenbereich pro Jahr, bis zum Ende des Jahrzehnts werden aber rund 24,6 Billionen Euro für den Klimaschutz benötigt, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der KfW hervorgeht.

Die reichen Verursacherstaaten zu Klimafinanzierungszusagen zu bewegen ist zudem nur die halbe Miete. Auf der COP 21 in Paris 2015 hatten sie bereits angekündigt, ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar an Klimahilfen an den globalen Süden zu zahlen. Laut Oxfam wurde das Ziel aber deutlich verfehlt.

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