-
24.11.2023
- → Medien
Zustellförderung kommt nicht
Berlin. Die Bundesregierung stellt nach Angaben der Zeitungsverleger nun doch keine Mittel für die Zustellförderung von Tageszeitungen bereit. Diese in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags gefallene Entscheidung sei »für uns in keiner Weise nachvollziehbar«, erklärte am Freitag vergangener Woche Stefan Hilscher, der Vorstandsvorsitzende des Verlegerverbands BDZV. Die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage beklagen hohe Zustellungskosten gerade in dünn besiedelten Gebieten. Hinzu kommen Inflation sowie hohe Energie- und Papierpreise. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!