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Tansania: Steinmeier in Exkolonie

Songea. Rund 100 Jahre nach dem Ende der blutigen deutschen Kolonialherrschaft in Ostafrika hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch bei den Nachfahren der mehreren hunderttausend Opfer entschuldigt. Am zweiten Tag seiner Tansania-Reise traf sich das Staatsoberhaupt in der Stadt Songea mit den Nachfahren von Chief Songea Mbano, der 1906 mit 66 weiteren Anführern von den Kolonialherren hingerichtet worden war. Die Besatzungsmacht hatte damals in einem brutal geführten Krieg einen Aufstand in ihrer Kolonie Deutsch-Ostafrika niedergeschlagen. Steinmeier versicherte, dass Deutschland zu einer Aufarbeitung der Vergangenheit bereit sei. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2023, Seite 2, Ausland

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