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NRW: Wieder ein Toter durch Polizeischüsse

Bielefeld. Wieder wurde in Nordrhein-Westfalen ein Mensch von der Polizei erschossen. Wie die Polizei in Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Paderborn am Donnerstag mitteilten, ging am Mittwoch eine Meldung über einen suizidgefährdeten Mann ein, der schließlich in Delbrück ausfindig gemacht wurde. Als Polizisten den »in einem psychischen Ausnahmezustand befindlichen 30jährigen ansprachen«, habe dieser ein längeres Küchenmesser gezogen und sei auf die Polizisten zugelaufen, erklärten die Ermittler. Daraufhin habe ein Polizist dem Mann in den Kopf geschossen. Eine beim Polizeipräsidium Bielefeld eingerichtete Kommission übernahm die weiteren Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt gegen den Beamten wegen Totschlags. Es sei bisher »davon auszugehen, dass die Schussabgabe durch Notwehr gerechtfertigt war«, hieß es. Ersten Recherchen zufolge seien die Bodycams der Polizisten während des Einsatzes nicht eingeschaltet gewesen. (jW/AFP)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.10.2023, Seite 4, Inland

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