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Interner IAEA-Bericht zu Irans Atomprogramm

Wien. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat in einem internen Bericht erklärt, dass sie »keinen Fortschritt« bei offenen Fragen wie der Kontrolle des iranischen Atomprogramms durch Überwachungskameras sehe. IAEA-Chef Rafael Grossi forderte in dem von der Nachrichtenagentur AFP am Montag eingesehenen Dokument, »dass der Iran ernsthaft und auf kontinuierliche Weise mit der Behörde zusammenarbeitet, um die Verpflichtungen zu erfüllen«. Zugleich verringerte der Iran nach einem weiteren Bericht der IAEA in den vergangenen Monaten seinen Gesamtbestand an angereichertem Uran. Der vollständige Vorrat wird im August auf 3795,5 Kilogramm geschätzt – 949 weniger als noch im Mai. Es handelt sich aber immer noch um mehr als das 18fache des Grenzwertes von 202,8 Kilogramm, der im internationalen Atomabkommen von 2015 festgelegt worden war. Seit der frühere US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung im Jahr 2018 einseitig aufgekündigt hat, liegt das Abkommen auf Eis. Auch der Iran hatte sich nach der US-amerikanischen Aufkündigung schrittweise von den Verpflichtungen aus dem Abkommen verabschiedet. Bemühungen um eine Wiederbelebung waren bisher erfolglos. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.09.2023, Seite 6, Ausland

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