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Spätabbrechende in UK kriminalisiert

Stoke-on-Trent. In Großbritannien ist am Montag eine Frau zu 28 Monaten Haft verurteilt worden, weil sie ihre Schwangerschaft zwischen der 32. und 34. Woche ohne ärztliche Hilfe beendet hatte. Sie muss mindestens die Hälfte der Strafe absitzen. Die Verurteilte hatte geltend gemacht, dass sie während der Pandemie keinen Zugang zu Ärzten oder Beratung gehabt habe. In einem telefonischen Beratungsgespräch mit der Organisation British Pregnancy Advisory Service machte sie falsche Angaben zu ihrer Schwangerschaft und erhielt Medikamente für den Abbruch. Verurteilt wurde sie auf Grundlage eines Gesetzes von 1861. In Großbritannien ist ein Abbruch bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal. Kritisiert wurde das Urteil unter anderem von Harriet Wistrich von der Organisation Centre for Women’s Justice. Die 44jährige sei ohnehin traumatisiert und werde ihren drei Kindern mehr als ein Jahr fehlen, erklärte sie. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2023, Seite 15, Feminismus

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→ Leserbriefe
  • Reinhard Hopp aus Berlin 15. Juni 2023 um 20:33 Uhr
    Gelebte »westliche Werte« im 21. Jahrhundert. Wenn das kein Maßstab für den Rest der Welt ist?!