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EVG: Bahn hat »kein echtes Interesse« an Einigung

Fulda. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wirft der Deutschen Bahn im Tarifstreit einseitigen Abbruch der Gespräche vor. Die Gewerkschaft teilte am Mittwoch mit, die Abreise des Verhandlungsführers der Bahn vom Verhandlungsort in Fulda sei »völlig unverständlich«. Gleichzeitig unterstrich die EVG ihre Verhandlungsbereitschaft, forderte aber ein verbessertes Angebot vom Konzern. Dazu gehöre auch ein Stundenlohn, »der tatsächlich dem Mindestlohn entspricht«. Die Beendigung der Gespräche durch die Bahn zeige, »dass sie kein echtes Interesse daran hat, eine Einigung mit der EVG zu erzielen«, hieß es. »Weitere Warnstreiks, um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen, können wir nicht ausschließen«, erklärte Verhandlungsführer Kristian Loroch. Die Bahn lasse nun die Chance »ungenutzt, vier Tage am Stück mit uns zu verhandeln«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2023, Seite 1, Inland

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