Zum Inhalt der Seite

Proteste nach Ausschluss Gandhis in Indien

Neu-Delhi. Eine Sitzung des indischen Parlaments ist aufgrund lauter Proteste gegen den Ausschluss des Oppositionsführers Rahul Gandhi vertagt worden. »Ich möchte das Unterhaus mit Würde leiten«, sagte Parlamentspräsident Om Birla, bevor er die laufende Debatte am Montag aussetzte. Mitglieder von Gandhis Kongress-Partei trugen schwarze Hemden und Schals, um gegen den Mandatsentzug ihres ehemaligen Parteivorsitzenden zu protestieren. Gandhi war am Donnerstag zu zwei Jahren Haft wegen Verleumdung verurteilt worden, weil er Regierungschef Narendra Modi im Wahlkampf 2019 als kriminell bezeichnet hatte. Er kam auf Kaution frei, verlor jedoch am Freitag wegen des Urteils sein Mandat als Abgeordneter. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2023, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!