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BRD widerspricht USA in Panzerdebatte

Berlin. Die Bundesregierung hat einer Darstellung aus dem Weißen Haus in Washington widersprochen, wonach US-Präsident Joseph Biden der Lieferung von »Abrams«-Kampfpanzern in die Ukraine nur auf Berlins Drängen hin zugestimmt habe – gegen die Empfehlung seiner Militärs. Vizeregierungssprecher Wolfgang Büchner erklärte am Montag in Berlin, dass die Entscheidung für die gemeinsame Lieferung von Kampfpanzern einvernehmlich getroffen worden sei. »Das waren gute, konstruktive Gespräche, bei denen man immer von beiden Seiten darauf geachtet hat, dass man zu einem gemeinsamen Vorgehen kommt.« Bidens Sicherheitsberater Jacob Sullivan hatte am Sonntag in einem Fernsehinterview erklärt, die BRD hätte Biden gesagt, dass sie nicht bereit sei, »Leopard«-Kampfpanzer in die Ukraine zu schicken, solange der Präsident einer »Abrams«-Lieferung nicht zustimme. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2023, Seite 1, Inland

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