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Aus: Ausgabe vom 07.01.2023, Seite 6 (Beilage) / Wochenendbeilage

Der Teufel vom Dachboden

Eine persönliche Pardon-Geschichte
Von Christian Y. Schmidt
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Die westdeutsche Satirezeitschrift Pardon wird gerade mit einer großen Ausstellung in Frankfurt am Main gefeiert. Dabei hat mich dieses Blatt auf dem Gewissen. Es ist schuld, dass aus mir nichts Rechtes wurde und ich deshalb nun im Alter darben muss.

Es begann irgendwann um 1966 oder 1967 herum. Damals war ich zehn oder elf Jahre alt und verbrachte halbe Tage auf dem Dachboden meines Elternhauses. Der war groß und vollgestopft mit allerlei verstaubtem Hausrat der Verwandtschaft, die nicht genug Platz in ihren eigenen Wohnungen hatte. Eine Abteilung bildete der Krempel meines Onkels, der Theologie studierte und nur über ein kleines Wohnheimzimmer verfügte: Bücher, Pullover, eine Briefmarkensammlung, diverse Zeitschriftenstapel. Als geborener Rechercheur musste ich das alles inspizieren. Mancher Stapel langweilte mich. Wie die Hefte des schwer intellektuellen Der Monat; später stellte sich heraus, dass das Magazin von der CIA finanziert wurde, um die freie Welt zu verteidigen. Hängen blieb ich bei: Pardon.

Mir kommt das auch heute noch wie ein Wunder vor. Oder besser: etwas Widernatürliches. Das Magazin – das immerhin den Teufel als Logo im Titel führte – passte eigentlich nicht: weder zu einem Theologiestudenten noch in unser streng protestantisches Haus. Um so mehr zog es mich an, auch wenn ich kaum etwas von dem verstand, was ich zu sehen und zu lesen bekam. Wahrscheinlich fand ich es erregend, im Inneren der Hefte gelegentlich eine nackte Frau zu sehen. Aber auch die graphisch außergewöhnlichen Titel und reißerisch-erratische Schlagzeilen wie »Vorsicht, dein Nachbar ist pervers« oder »Rübenspohn darf nicht Kanzler werden« zogen mich in die Hefte hinein.

Hier blieb ich dann immer wieder auf denselben Seiten hängen, denen, die mit »Welt im Spiegel« überschrieben waren. Was war das jetzt genau? Einerseits gab es Comics und gezeichnete Bilderwitze. Besonders »Schnuffi« von einem Lützel Jeman und »Jochen« von F. K. Waechter mochte ich, auch oder gerade weil die Pointen ganz anders waren als die, die ich aus der Hörzu kannte. Aber was war mit den Texten? Waren die jetzt lustig oder ernstgemeint?

Damals entschied ich, dass die Texte wahrscheinlich lustig sind, ich aber bloß nicht darüber lachen konnte, weil ich eben noch ein Kind bin und zu wenig über die Welt weiß. Das war nicht falsch, doch ich schloss daraus, dass auch alle anderen Beiträge in diesem seltsamen Heft nicht ernst­zunehmen waren. Mit fortschreitender Lektüre dämmerte mir, dass es durchaus auch ernstgemeinte Beiträge in Pardon gibt, aber die WimS-Texte nicht zu ihnen zählten, obwohl sie sich als ernste gerierten. Das war kompliziert, aber eine gute erste Schule in Sachen Medienkompetenz.

Auch das gefiel mir.

Noch besser aber fand ich, dass alle Beiträge – ob ernst oder lustig – nicht für etwas, sondern dagegen waren: gegen den herrschenden Witz, die herrschende Moral, die herrschende Politik, eigentlich gegen Alles. Ganz offenbar waren die Leute, die für Pardon schrieben, zeichneten und fotografierten, fest entschlossen, bei dem, was da herrschte, nicht mitzutun. So entzündeten sie die Fackel des Dagegenseins auch in mir. Hätte ich damals doch bloß geahnt, wohin das führen wird. Aber ich war ja noch ein Kind.

Mein erstes Abo

Das erste greifbare Resultat der Dachbodenlektüre war, dass ich ein paar Jahre später Pardon abonnierte. Ich weiß nicht, wie ich mir das als Schüler mit schmal bemessenem Taschengeld leisten konnte, aber es ging, weil ich überzeugt davon war, das Blatt in meinem Leben zu brauchen. Unbedingt. Eigentlich passte es jetzt schon nicht mehr so recht zu mir. Mit knapp Sechzehn war ich Maoist geworden. Maoisten schienen mir am entschiedensten gegen die herrschenden Verhältnisse zu sein, zumindest jenseits der RAF. Mit dem Maoismus hatte Pardon nun gewiss nichts am Hut. Ich wiederum zeit meines Lebens kein Problem damit, Widersprüchliches aufzunehmen. So stärkte ich die Opposition in mir – gegen mich.

Selbst als der Pardon-Chefredakteur und Verleger Hans A. Nikel auf dem Novembertitel des Jahres 1977 einen im Schneidersitz schwebenden Mann abbilden ließ und dazu verkündete: »Kein Witz. Ich kann fliegen« – Nikel meinte das bitterernst –, war ich bereit, das für möglich zu halten. Schließlich ging es gegen die herrschende Schwerkraft – und Pardon war nun mal mein Blatt. Allerdings begann ich in jener Zeit mehr und mehr meine Lieblingszeichner und Autoren im Heft zu vermissen: Chlodwig Poth, Hans Traxler, Eckhard Henscheid und ganz besonders die alten WimS-Leute F. W. Bernstein, Robert Gernhardt und F. K. Waechter. Irgendwann fehlten sie dann völlig, und so entschloss ich mich schweren Herzens im Juli 1979 mein Pardon-Abo zu kündigen.

Das war offenbar zu viel für das Blatt. Zwar dümpelte Pardon noch ein paar Jahre vor sich hin, doch weil die Auflage stetig weiter sank, gab Verleger Nikel die Sache im März 1980 an den Konkret-Verlag in Hamburg ab. Die Chefredaktion übernahm der Kabarettist Henning Venske. Auch dieser Mann konnte dem Heft aber nicht mehr helfen. Zwei Jahre später wurde Pardon eingestellt.

Dreck und Titanic

Der Untergang von Pardon hätte mich eventuell retten können, doch eigentlich war es zu diesem Zeitpunkt bereits um mich geschehen. Schon fünf Jahre vor dem Pardon-Kollaps hatten Hans Zippert, Fritz Tietz, ich und einige andere in Bielefeld das legendäre Dreck-Magazin gegründet. Das war zwar durchaus anders als Pardon: radikaler, experimenteller, dadaistischer, literarischer. Aber Dreck stand auch in der WimS-Tradition. Die Aktion »Schwerkraft – Nein danke« – von Hans Zippert ersonnen und von Rüdiger Stanko gezeichnet –, die 1977 in Dreck Nr. 1 propagiert wurde, hätte auch auf der Nonsens-Seite der Pardon stehen können.

Dreck war so gut, dass es eines Tages die Aufmerksamkeit der Titanic-Redaktion erregte. Dieses »endgültige Satiremagazin« war im November 1979 gegründet worden, nur wenige Monate nach meiner Abokündigung also, und zwar von genau den Leuten, die ich in der Pardon vermisst hatte. Nicht nur für mich war damit das Heft der einzig wirklich legitime Pardon-Nachfolger und nicht etwa das Venske-Heft. Ab 1984 begannen wir Leute von Dreck auch Beiträge für Titanic zu produzieren. Im Zuge dieser Zusammenarbeit kam ich im Sommer 1986 für ein dreimonatiges Volontariat von Bielefeld nach Frankfurt. Endlich traf ich die Zeichner- und Autorenhelden persönlich, die ich zehn Jahre zuvor auf dem Papier kennengelernt hatte.

Kunst gegen Irrsinn

Während ich tagsüber in Frankfurt das Satireheftchen machen lernte, spitzte ich abends immer besonders meine Ohren, wenn »die Alten« (wie die Heftgründer mittlerweile redaktionsintern genannt wurden) von vergangenen Pardon-Zeiten erzählten. Sehr gerne taten das Chlodwig Poth und Pit Knorr, der über Interna oft besser Bescheid wusste, weil er im Betriebsrat gesessen hatte. Aber auch Robert Gernhardt kolportierte nach der montäglichen Redaktionssitzung im »Hexenkessel« oder beim »Böhmen« gelegentlich die eine oder andere Anekdote. So erfuhr ich zu meiner Verblüffung, dass er nur ein einziges Mal in seinem Leben gekifft hatte, und zwar, als er 1969 auf einer Pardon-Recherchereise mit Alice Schwarzer in einem »Club Méditerranée« in Marokko war. Die Kifferei habe ihm nichts gegeben und er das Zeugs nie wieder angerührt.

Chlodwig Poth – mit dem ich bald mehr zu tun hatte – erzählte zwar gelegentlich auch von seiner Arbeit; so wollte er das erste seiner berühmten Wimmelbilder 1964 nach dem Sturz von Chruschtschow gezeichnet haben. Hauptsächlich aber erregte er sich immer wieder über die Unverschämtheiten seines ehemaligen Chefs Hans A. Nikel. »Der hat sich doch tatsächlich mit Michelangelo verglichen und uns erzählt: ›Auch der hatte Gehilfen, als er die Sixtinische Kapelle ausmalte.‹ Die Gehilfen waren in seinen Augen wir. Das muss man sich mal vorstellen.«

In Frankfurt hörte ich auch, dass der von Nikel durchgesetzte Titel »Kein Witz. Ich kann fliegen« der Tropfen gewesen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Zuvor hatte der Pardon-Chef – der für rund acht Jahre Anhänger der Transzendentalen Meditation des Gurus Maharishi Mahesh Yogi war – Hans Traxler persönlich vorführen wollen, wie man fliegt. Er habe aber, so erzählte mir der Zeichner, außer einem zaghaften Hopsen nichts hinbekommen und dann etwas von »Vorführeffekt« gemurmelt.

Zunächst versuchten einige Redakteure, dem Irrsinn etwas Künstlerisches abzuringen. »Meine erste Kooperation mit Robert Gernhardt«, berichtete Pit Knorr eines Abends im »Hexenkessel«, »war ein Drehbuch für einen Krimi, der in der Pardon-Redaktion spielen sollte. Der Verleger ist auf den Meditationstrip gekommen und wird vor seiner Villa ermordet aufgefunden.« Verdächtig waren alle Redakteure des Blatts, jeder hatte ein Motiv, weil jeder vom nunmehr toten Chef gequält wurde. »Dieses Drehbuch«, so Knorr, »war mein einziges Gemeinschaftsprojekt mit Robert, das angefangen, aber nicht beendet wurde.«

Statt den Chefredakteur und Verleger auf dem Papier sterben lassen, killten die Mitarbeiter mit ihrem Weggang dann doch lieber das Blatt, das er verantwortet hatte.

Die letzte Chance

So interessant diese drei Monate in Frankfurt gerade wegen der zahllosen Gespräche mit den »Alten« auch waren, so gründlich desillusionierten sie mich. Dabei verstörte mich nicht nur, was ich über den Pardon-Verleger erfuhr. Überraschender fand ich, dass die von mir einst so bewunderten großen Dagegendenker ziemlich gut in die bildungsbürgerliche Gesellschaft der Stadt integriert schienen. Nahezu allesamt residierten sie in unfassbar großen Wohnungen (nicht selten Eigentum). Zudem nervte mich, dass sie sich beim gemeinsamen Fußball­gucken – es fand gerade die WM in Mexiko statt – als gute Patrioten erwiesen und grundsätzlich für »Deutschland« (das meinte: die BRD) jubelten. Gegen den herrschenden Witz waren sie weiterhin, gegen die herrschenden Verhältnisse hatte kaum einer mehr etwas einzuwenden. Allenfalls Chlodwig Poth wurde hin und wieder wirklich wütend, wenn er etwas als politisch falsch und ungerecht erkannte. Dann redete er sich in Rage und prangerte es auch in seinen Zeichnungen an.

Um den Nachwuchs in der Redaktion war es kaum besser bestellt. Ich hatte ein Kollektiv erwartet, das die Welt, so wie sie war, entschlossen bekämpfte. Statt dessen lag Chefredakteur Jörg Metes – der mich nach Frankfurt geholt hatte – mit dem Rest der Redaktion in einem bis aufs Messer geführten Streit. Es herrschte eine hohe personelle Fluktuation, und selbst in dem kurzen Zeitraum, in dem ich da war, kündigten enttäuschte Redakteure. Der Unterschied zu Pardon war allerdings, dass Metes weder Eigentümer des Blatts noch yogischer Flieger war, sondern aufgrund seiner Jugend – er war damals 27 Jahre alt – einfach nur völlig überfordert. Das allerdings konnte ich damals noch nicht sehen. Stattdessen notierte ich übertrieben erbittert in mein Tagebuch: »Der ganze Laden ist korrupter, als ich dachte.«

Der Weg nach unten

Im Rückblick denke ich, dass sich mir mit dieser Erkenntnis die allerletzte Chance geboten hatte, ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu werden. Offenbar aber loderte die einst von Pardon entzündete Fackel zu stark, dass mich noch etwas vom eingeschlagenen Weg hätte abbringen können. Im April 1989, drei Jahre nach dem Volontariat, wurde ich Titanic-Redakteur. Damit war mein Los endgültig besiegelt.

Selbst das Schicksal Chlodwig Poths konnte mich nun nicht mehr schrecken. Ausgerechnet der Mann, dem ich mich seit 1986 unter den alten Pardon-Mitarbeitern am meisten verbunden gefühlt hatte, musste in den Neunzigern um sein ökonomisches Überleben kämpfen. 1990 flog er zusammen mit seiner Frau Anna aus seiner Mietwohnung im Frankfurter Nord­end; eine (wahrscheinlich vorgeschobene) Eigenbedarfskündigung. Etwa im selben Zeitraum verlor der große Zeichner seine Aufträge bei gleich mehreren Gewerkschaftszeitungen und bei der FAZ. Die zahlreichen Bücher, die er im Verlauf seiner Karriere veröffentlicht hatte – darunter veritable Bestseller wie »Mein progressiver Alltag« –, spielten keine Tantiemen mehr ein.

Zwar wurden die Poths vorerst gerettet, indem ihnen der damalige Frankfurter Kulturstadtrat Hilmar Hoffmann eine neue Wohnung in Frankfurt-Sossenheim vermittelte. Und auch andere Leute griffen Chlodwig unter die Arme, verschafften ihm ein paar neue Aufträge. Doch seine finanzielle Situation blieb prekär. Als Poth 1995 65 wurde und ich ihn bei diesem Anlass in einem Interview auch auf seine Auftragslage ansprach, erklärte er resigniert, es sei ihm nur noch seine Doppelseite in der Titanic geblieben. »Und was würde passieren, wenn Titanic pleite ginge?« fragte ich nach. »Dann ist es aus«, antwortete Anna Poth lakonisch für ihren Mann.

Der Teufel lüpft den Hut

Ich hätte wissen müssen, dass es jedem, der hierzulande das Dagegensein nicht aufgeben will, am Ende genauso geht wie dem großen Zeichner. Aber ich dachte natürlich, ich könnte die Quadratur des Kreises schaffen. Es musste doch möglich sein, sich irgendwie durchzumogeln?

Ich habe es versucht. Ich habe Sachbücher geschrieben, Romane, Kinderbücher für Erwachsene, Reisebücher, Texte und Kolumnen für fast jedes deutschsprachige Blatt. Ich habe die sieben Weltmeere durchsegelt und bin ans Ende der Welt gegangen und habe dort gelebt. Aber immer, wenn sich irgendwann und irgendwo ein nur etwas größerer ökonomischer Erfolg einstellen sollte, kam der Pardon-Teufel vom Dachboden gesprungen und hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. »Vergiss nicht«, flüsterte er mir heiser zu, »dass man dagegen bleiben muss.«

Jetzt bin ich in dem Alter, in dem Chlodwig Poth war, als ich das Interview mit ihm führte. Gerade habe ich meinen Rentenbescheid bekommen. Ein Blick auf die Zahlen, die da drauf stehen, sagt mir: Es ist definitiv zu spät, an meinen Einkommensverhältnissen noch groß etwas zu ändern.

Bereue ich es also, dass ich im überschaubarem Lager der Dagegendenker blieb, statt wie viele andere auf die andere Seite zu wechseln? Das werd ich euch doch nicht auf die Nase binden. Aber ich kann von einem Traum erzählen, den ich vor ein paar Nächten hatte.

Der Pardon-Teufel besuchte mich. Und er sah genauso aus, wie von F. K. Waechter einst entworfen, er lüpfte freundlich seinen Hut. Dann führte er mich durch die Lüfte auf einen Berg und zeigte mit weit ausholender Geste auf die Ebene unter uns: »Das ist das Land der Möglichkeiten. Hier siehst Du alles, was Du hättest werden können, aber ich, har, har, har, habe es verhindert.« Dabei lachte er heiser und teuflisch.

Ich blickte hinab. Da lagen, unterschiedlich eingefärbt und fein säuberlich beschriftet, die Berufe, die ich hätte ergreifen können: Diplompsychologe. Literaturwissenschaftler. Spiegel-Redakteur. Fernsehfritze. Werber. Politikerbiograph. Propagandist für Daimler-Benz. Schamane. Parteiführer. Religionsstifter. Alle diese Karrieren hatte ich einmal begonnen, oder man hatte sie mir angeboten, und ich lehnte ab.

»Har, har, har, genau, das hast Du Idiot gemacht. Aber was glaubst Du, was Du verdient hättest, hättest Du auch nur ein Angebot angenommen? Statt dessen bekommst Du seit dem 1. November 552,49 Euro Rente, wovon noch die Krankenkassen- und Pflegeversicherungs­beiträge abgezogen werden. Und jetzt sag selbst: War es das wert?«

Ich starrte lange in das Land der Möglichkeiten hinab, das da in allen Farben des Regenbogens leuchtete und antwortete dann: »Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Aber könnten Sie es vielleicht einrichten, dass ich noch einmal auf den Dachboden meines Elternhauses zurückkehre? Ich würde zu gerne noch mal einen allerersten Blick in die Pardon-Hefte von damals werfen. Danach beantworte ich die Frage.«

Wer sich selbst von der Qualität der Pardon überzeugen will, muss nicht mit dem Teufel und Christian Y. Schmidt in die Vergangenheit reisen, sondern kann das noch bis zum 19. März 2023 auf der großen Jubiläumsausstellung im Caricatura-Museum in Frankfurt am Main tun. Zur Ausstellung ist ein Katalog bei Favoritenpresse erschienen, der alle Titelblätter aus 20 Jahren Pardon enthält. Außerdem: Faksimiles aus und Erinnerungen an das Heft von Alice Schwarzer, Günter Wallraff, Ernst Volland, Gerhard Seyfried, ­Otto Waalkes, Chlodwig Poth, Robert Gernhardt u. v. a. m.

Christian Y. Schmidt war von 1989 bis 1996 Redakteur des Satiremagazins Titanic und ist seitdem freier Schriftsteller. Zuletzt veröffentlichte er den Roman »Der letzte Huelsenbeck«, die Erzählung »Der kleine Herr Tod« und den Bericht »Quarantäne Updates Shanghai«. An dieser Stelle würdigte er zuletzt in der Ausgabe vom 10./11. Dezember den großen Dichter Robert Gernhardt, der am 13. Dezember 2022 85 Jahre geworden wäre.

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