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Aus: Ausgabe vom 26.11.2022, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Free-Assange-Menü

Von Maxi Wunder

Aus dem »Herzen Oberschwabens« kommt etwas, das mir gut gefällt: Als ich auf der A5 Richtung Freiburg eine Karawane Lkw überholte, tauchte plötzlich neben mir der meterhohe Kopf von Julian Assange auf. Ein Laster mit Biberacher Kennzeichen nutzte seine gesamte Anhängerfläche, um für die wertvolle Arbeit des inhaftierten Aufklärers zu werben. Was für ein Licht im Dunkel tumber Speditionsreklame! Als Absender firmierte die Wau-Holland-Stiftung. (Wau Holland war ein Hack- und IT-Ethiker, der vor dem Verlust der »informationellen Selbstbestimmung« warnte). Neben dem Gesicht des noch jungen Assange steht der Satz: »Eine der besten Möglichkeiten, Gerechtigkeit zu schaffen, ist, Unrecht aufzudecken.« Dass er für seine Verbrechensaufklärung in Teufels Küche geraten ist, weil sein Gegner USA heißt, ist bekannt. Ihm zu Ehren und als Tribut an den solidarischen Spediteur hier ein Gericht aus dessen Heimat:

Free-Assange-Menü

Flädlesuppe

Aus 250 g Mehl, 250 ml Milch, drei Eiern und einer Prise Salz in etwas Butterschmalz einen dünnflüssigen Pfannkuchenteig herstellen. Diesen 15 Minuten ruhen lassen und anschließend zu dünnen Pfannkuchen ausbacken. Nach dem Abkühlen aufrollen und in sehr feine Streifen schneiden. Die Flädlestreifen in vorgewärmte Teller geben und mit einem Liter kräftiger, frisch gekochter Fleischbrühe übergießen. Mit einem Bund kleingeschnittenem Schnittlauch garnieren.

Schmorbraten mit Brezelknödeln

750 g Rindfleisch mit Salz und Pfeffer einreiben und mit ausgelassenem Speck von allen Seiten kräftig anbraten. Vier Zwiebeln in Würfel schneiden. Zwei Bund Suppengemüse putzen und fein schneiden und mit Pfefferkörnern, Nelke und Wacholderbeeren zum Fleisch geben. Mit einem halben Liter Rotwein und einem halben Liter Fleischbrühe aufgießen. Circa zwei Stunden schmoren lassen. Für eine aparte Sauce mit Showeffekt einige eingeweichte Pflaumen in der Pfanne mit Rotwein erhitzen und gut einkochen lassen. Whisky darübergießen, flambieren und brennend mit 50 g Haselnüssen über den Schmorbraten geben. Für die Brezelknödel zwei Zwiebeln zerkleinern, 60 g Öl zugeben und zwei Minuten im Thermomix auf Stufe zwei dünsten. 600 g Milch zugeben und zwei Minuten bei 60 Grad erwärmen. Vier Eier, einen TL Salz und Pfeffer vermengen und über acht in Stücke geschnittene Brezeln vom Vortag geben. Ziehen lassen, dann mit der Hand vermengen. Mit feuchten Händen Knödel formen, in den Thermomix legen und garen lassen.

Ofenschlupfer

Sechs Wecken (Brötchen) vom Vortag und fünf bis sechs geschälte, entkernte Äpfel in Scheiben schneiden. In einer gut gefetteten Auflaufform zunächst eine Lage Brot, dann eine Lage Äpfel aufschichten, mit einem TL Zimt und Zucker und einigen Rosinen bestreuen. Auf die Weise mehrere Schichten machen, die letzte sollte aus Wecken bestehen. Einen halben Liter Milch mit zwei Eiern gut verquirlen und gleichmäßig darübergießen. Mit Butterflöckchen bestreuen. Den Auflauf zunächst zur Seite stellen, bis die Eiermilch gut eingezogen ist. Bei 180 Grad 45–50 Minuten auf der unteren Schiene backen.

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