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Aus: Ausgabe vom 05.11.2022, Seite 4 (Beilage) / Wochenendbeilage
Naher Osten

Blendgranaten auf Bauern

Olivenernte in Palästina: Siedlergewalt unterstützt von israelischem Militär. Kollektive Unterstützung für Betroffene. Teil 1 von 4
Von Anne Paq
Je mehr, desto besser: Viele helfende Hände bieten einen gewissen Schutz vor Angriffen
Bäuerin Doha Asous lässt sich nicht unterkriegen von der alltäglichen Gefahr
Durchgang für Bauern: Öffnung in der schwerbewachten israelischen Trennmauer
Zugang versperrt: Israelische Soldaten wollen Aktivisten der Kampagne »Faz3a« und Bauern daran hindern, zu ihren Olivenbäumen zu kommen
Israelische Soldaten gehen mit Tränengas gegen Aktivisten und Bauern im Dorf Al-Tuwani in der palästinensischen Gemeinschaft Masafer Yatta vor
Ständige Bedrohung: Olivenernte unter Beobachtung des israelischen Militärs in Turmus Ayya
Hand in Hand: Das israelische Militär lässt die radikalen Siedler gewähren oder unterstützt sie sogar

Vor 105 Jahren wurde das besiegelt, worunter die palästinensische Bevölkerung bis heute zu leiden hat: die am 4. November 1917 in Kraft getretene Balfour-Deklaration zur Unterstützung »einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk«. Vertreibung, wiederkehrende Kriege mit zahlreichen Toten, der Verlust von Autonomie und Sicherheit durch einen andauernden Besatzungszustand, sowie alltägliche Gewalt durch israelisches Militär und radikale Siedler kennzeichnen das Leben der Palästinenser. Um auf diese unterschiedlichen Ausprägungen des »ewigen Konflikts« aufmerksam zu machen, wird es an dieser Stelle im November vier Reportagen zum Thema geben. (jW)

Die Olivenernte in Palästina ist für die palästinensische Gesellschaft mit das wichtigste Ereignis des Jahres. Rund 100.000 Familien sind von der Olivenernte abhängig. Dabei geht es aber nicht nur um die Wirtschaft. Olivenöl ist eine Grundlage für die Ernährung, und in jedem palästinensischen Haushalt wird es mit Satar (Gewürzmischung) zum Frühstück mit Brot vermengt. Der Olivenbaum ist auch Symbol für palästinensische Standhaftigkeit und Identität. Schätzungsweise 800.000 wurden seit 1967 von den israelischen Streitkräften entwurzelt.

Jedes Jahr müssen sich die Palästinenser bei der Olivenernte auch auf Angriffe der israelischen Siedler gefasst machen, vor allem in der Nähe ihrer Siedlungen. In diesem Jahr ist eine starke Zunahme dieser Angriffe zu verzeichnen – in den ersten zehn Tagen der Ernte wurden mehr als 100 registriert. Hinzu kommen von den israelischen Streitkräften verhängte Bewegungseinschränkungen, insbesondere für diejenigen, deren Grundstücke in der Nähe der Siedlungen oder jenseits der israelischen Mauer liegen.

Trotz der Drohungen, Angriffe und Hindernisse werden die meisten Palästinenser nicht aufgeben, ihre Oliven zu ernten. Eine von ihnen, Doha Asous (60) aus Burin, verkörpert das, was auf arabisch »sumud« genannt wird, die Standhaftigkeit oder den Unwillen, aufzugeben. Burin ist ein palästinensisches Dorf südlich von Nablus, das von israelischen Siedlungen umgeben ist, darunter die berüchtigte Yizhar-Siedlung, in der einige der extremsten und gewalttätigsten Siedler des Westjordanlandes leben. Asous baut verschiedene Gemüsesorten, Salate und Obst, Zitrusfrüchte und Mandeln an, und zwar ohne Pestizide.

»Ich bin Bäuerin. Mein ganzes Leben dreht sich um die Landwirtschaft. Ich bleibe nicht gern im Haus«, erklärt Asous mit einem breiten Lächeln, während sie auf einem ihrer Olivenbäume sitzt. An diesem Tag ist sie allein auf einem Stück Land, das nur wenige hundert Meter von der israelischen Siedlung entfernt ist und ganz in der Nähe der Straße liegt, die zu ihr führt. Es ist kein Auto in Sicht: »Heute ist Schabbat, also werden die Siedler nicht kommen – hoffe ich.« Trotzdem blickt sie immer wieder auf die Straße. Sie erinnert sich daran, wie am Tag zuvor die Siedler plötzlich auf dem Land ihres Onkels in der Nähe auftauchten. Er musste fliehen, vor allem, weil Kinder dabei waren.

Nach einigen Stunden des Sammelns versteckt Doha einen Sack voller Oliven etwas weiter oben auf dem Hügel, nur für den Fall. Sie erklärt, dass sie sich dann am glücklichsten fühlt, wenn sie aus dem Haus ist und in der Landwirtschaft arbeitet. In ihrer Familie pflanzen sie seit Generationen Olivenbäume an. Ihr Vater wurde von der israelischen Armee getötet, so dass ihre Mutter allein pflanzte und erntete. Stolz zeigt sie einige der Bäume: »Die habe ich selbst gepflanzt, mit meiner Mutter und meiner Großmutter.«

Trotz ihrer Sorge ist sie gut gelaunt und beginnt, alte Lieder zu singen. Zur Mittagszeit trifft sie sich mit ihren Verwandten, die etwas weiter entfernt arbeiten – Hummus, Falafel, Auberginenpaste und Brot werden geteilt, während arabischer Kaffee auf dem Feuer zubereitet wird. Die Olivenernte ist auch eine Zeit des Zusammenkommens von Gemeinschaften und Familien. Manchmal arbeiten drei oder vier Generationen unter demselben Baum.

Verschont geblieben

Als wir zu ihrem Land zurückkehren, zeigt sie einige kleine verbrannte Bäume: »Jedes Jahr kommen Siedler und brennen etwas von unserem Land ab. Sie verbrennen die Bäume. Das ist sehr schmerzhaft. Wir ziehen unsere Bäume auf, wie wir unsere Söhne aufziehen.« Sie fügt hinzu, dass sie zu einem Teil ihres Landes, das näher an einer anderen Siedlung liegt, keinen Zugang hat. Ihre Familie besitzt 84 Dunum (8,4 Hektar), kann aber nur weniger als ein Viertel davon bebauen und bearbeiten.

Die Annahme, dass die Siedler an einem Samstag nachmittag nicht angreifen würden, erweist sich als falsch, denn wir erfahren von einem Angriff auf das nur wenige Kilometer entfernte Dorf Urif auf der anderen Seite der Yizhar-Siedlung. Asous beendet den Tag mit einem Gefühl der Erleichterung. Am nächsten Tag wird sie von einer Gruppe internationaler Freiwilliger begleitet, die ihr helfen werden, die Ernte so schnell wie möglich zu beenden. Sie werden auch ein Gefühl des Schutzes vermitteln, obwohl es auch auf sie Angriffe gibt.

Das gesamte Gebiet um Burin ist regelmäßig der Gewalt der Siedler ausgesetzt. Nablus, das nur wenige Kilometer entfernt liegt, ist derzeit Ziel israelischer Angriffe und einer militärischen Belagerung nach einem Aufschwung des bewaffneten palästinensischen Widerstands unter Führung einer neuen Gruppe, die sich »Höhle der Löwen« nennt. Nur wenige Tage nach dem Besuch in Burin wurde das Dorf von israelischen Siedlern angegriffen. Asous war an diesem Tag auf ihrem Feld, aber glücklicherweise auf dem gegenüberliegenden Hügel – jenseits des Angriffs. »Es war ein verrückter Angriff mit Unterstützung des israelischen Militärs«, berichtet sie. »Die Siedler schlugen Menschen, und einige wurden verletzt. Es waren etwa 50, die aus verschiedenen Siedlungen kamen, es war also ein koordinierter Angriff. Einige Palästinenser verteidigten das Dorf, und so wurde mein Verwandter verletzt. Er könnte sein Auge verlieren. Aber wir müssen unser Dorf verteidigen, sonst werden sie in unsere Häuser eindringen, das haben wir in der Vergangenheit gesehen.«

Als Reaktion auf die Angriffe der Siedler haben einige Mitglieder der Koordinationskomitees für den Volkskampf vor drei Jahren eine Kampagne namens »Faz3a« (ausgesprochen in etwa: Fasaa) gestartet. Faz3a ist ein arabisches Wort, das schwer zu übersetzen ist. Es vermittelt die Idee einer kollektiven Intervention, um im Falle einer schwierigen Situation zu helfen. Mitglied Mahmoud Swahre erklärt: »Es geht um kollektive Solidarität, die aus der palästinensischen Tradition der gegenseitigen Hilfe kommt. Wir versammeln Aktivisten aus verschiedenen Gebieten und begleiten die Bauern auf dem Feld. Wir sprechen von gewaltfreiem Schutz, wir haben keine Waffen, aber wir haben unsere Körper und Kameras.« Munther Amira, ein weiteres Mitglied des Kollektivs, fügt hinzu, dass es auch darum gehe, den Geist zu verändern und die Vorstellung zu durchbrechen, »dass wir die Erlaubnis der Israelis brauchen, um unser Land zu betreten«. Das gelinge ihnen auch.

Swahre unterstreicht die politische Bedeutung: »Wir zeigen, dass dies palästinensisches Land ist und dass wir es verteidigen wollen. Wenn wir zusammen sind, können wir besser für unsere Rechte kämpfen. Wenn die Leute sehen, dass Aktivisten in der Lage sind, sich den Bauern anzuschließen, wird das andere ermutigen, sich anzuschließen. Sie können ihre lokalen Initiativen ergreifen.« Laut Swahre wurde die »Faz3a«-Gruppe während der letzten beiden Kampagnen mehrmals von Siedlern angegriffen, und einige Aktivisten wurden von den israelischen Streitkräften verhaftet: »Die israelischen Soldaten sind nicht hier, um uns zu schützen, sondern um die Siedler zu schützen und um sicherzustellen, dass wir nicht auf die Angriffe der Siedler reagieren. Sie richten ihre Waffen auf uns, nicht auf die Siedler.«

Der Gruppe schließen sich in der Regel internationale und israelische Aktivisten und manchmal auch andere palästinensische Gruppen an. Am 10. Oktober fährt die »Faz3a«-Gruppe nach Al-Dschanija westlich von Ramallah. Nach einer kurzen Einführung wird uns gesagt, dass im Falle einer Verhaftung »das Wichtigste ist, dass Sie das Recht haben, zu schweigen und mit einem Anwalt zu sprechen«. Dieser stehe auf Abruf zur Verfügung.

Etwa 30 Minuten lang geht es bei sengender Sonne die felsigen Hügel hinauf, um das Land von Rushdi Dar Khalil (62) zu erreichen, das nur etwa 200 Meter von einer israelischen Siedlung entfernt liegt. »Wir haben dieses Land seit Generationen, aber dies ist das erste Mal, dass ich seit 1987 auf diesem Land arbeiten kann. Die Siedler kommen immer dann, wenn wir hier zu Besuch sind. Sie lassen uns nicht arbeiten. Ich bin so glücklich, dass heute so viele Menschen gekommen sind, um mich zu unterstützen. Ich fühle mich sicher«, sagt Dar Khalil. Die Ernte kann ohne jegliche Einmischung der Siedler abgeschlossen werden, abgesehen von der Sicherheitsdrohne, die während der gesamten Zeit über unseren Köpfen schwebt. »Ich möchte, dass die Menschen draußen wissen, dass wir hier unter Ungerechtigkeit leben und dass unser Land systematisch beschlagnahmt wird. Diese Siedler kommen von außerhalb, sie gehören nicht hierher, dies ist unser Land. Wir sind hier im Land verwurzelt wie die Olivenbäume«, schließt Dar Khalil.

Immer an Flucht denken

Der bisher schwerste Angriff gegen die »Faz3a«-Kampagne in diesem Jahr ereignete sich am 19. Oktober in Kisan, südöstlich von Bethlehem. Etwa 50 Siedler tauchten plötzlich auf und griffen die Gruppe an. »Sie kamen wie Zombies«, erinnert sich Amira. Hagar Gefen, eine 73jährige langjährige israelische Aktivistin, sah die Siedler ankommen, versteckte sich und dokumentierte den Angriff mit ihrem Telefon. Sie wurde entdeckt und brutal mit Steinen und Stöcken angegriffen. Palästinenser, die versuchten, ihr zu helfen, wurden ebenfalls angegriffen und konnten sie nicht erreichen. Es dauerte etwa anderthalb Stunden, bis einige Soldaten eintrafen und sie ins Krankenhaus gebracht wurde. Das Bild, auf dem zu sehen ist, wie sie von maskierten Siedlern zu Boden gedrückt und verprügelt wird, verbreitete sich online. Einige Tage nach dem Angriff erzählt Gefen, dass die Siedler sehr wohl wussten, dass sie Israelin war, da sie sich mit ihnen auf hebräisch unterhielt, aber das hat sie nicht beruhigt. Im Gegenteil, Gefen erinnert sich: »Sie sagten laut, dass sie Leute wie mich töten müssen, weil wir nicht in diesem Land leben sollten.«

Sie hat drei gebrochene Rippen, eine durchstochene Lunge, vier Brüche in der rechten Hand, vier Stiche am Kopf; und sie hat wahrscheinlich Glück, dass sie überlebt hat. Ihre Tasche und ihr Telefon wurden ihr gewaltsam abgenommen. Die israelische Polizei hat ihre Aussage erst nach Tagen aufgenommen. Nach ihrer Botschaft an die europäische Öffentlichkeit gefragt, erklärt sie: »Ich warte darauf, dass die Europäer Maßnahmen ergreifen. Seien Sie nicht nett zu Israel. Wenn ihr Israel unterstützt, dann unterstützt ihr die Siedler.«

Der Angriff hat die »Faz3a«-Kampagne nicht davon abgehalten, an anderen Orten weiterzumachen. Am 25. Oktober kommt die Gruppe in Turmus Ayya nördlich von Ramallah an. Mit anderen Autos und einem von der palästinensischen Autonomiebehörde organisierten Bus fahren wir an den Rand des Dorfes zu einem Grundstück, das direkt unterhalb eines israelischen Außenpostens nahe der Siedlung Shilo liegt. Khaled vom Kollektiv beschließt, das Auto aus Sicherheitsgründen weit weg und in Fahrtrichtung zu parken: Palästinenser, die sich an einer solchen Kampagne beteiligen, müssen immer an Fluchtwege denken.

Als wir ankommen, sind bereits einige Soldaten und Siedler auf dem Gelände und beobachten die Palästinenser bei ihrer Arbeit. Die Gruppe beginnt mit der Ernte, als plötzlich andere maskierte Siedler den Hügel hinunterrennen, an den Soldaten vorbei, und beginnen, Steine auf die Palästinenser und Aktivisten zu werfen. Viele rennen weg, aber einige verteidigen sich und werfen Steine zurück. Die Siedler rücken jedoch immer weiter vor, so dass die meisten zu den Autos rennen. Zwei werden in Brand gesteckt, während Soldaten nur wenige Meter entfernt stehen. Tränengas wird geworfen, allerdings in Richtung der Palästinenser.

Trotz allem glücklich

Als sie die Ernte fortsetzen wollen, versperren ihnen Soldaten den Weg, wieder werden Tränengas- und Blendgranaten geworfen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Siedler bereits auf den Außenposten zurückgezogen. Ein Palästinenser überquert die von den Soldaten gezogene Linie und ermutigt alle, ihm zu folgen. Daraufhin kann die gesamte Gruppe passieren. Bevor die Soldaten reagieren können, wird die Ernte fortgesetzt – mit vollem Elan und guter Laune. Ein Siedler steht in der Nähe und filmt alles, sein Kind neben sich. Zwei junge Palästinenserinnen klagen über Schmerzen in ihren Beinen, sie wurden von Steinen getroffen. In den nächsten drei Stunden wird geerntet, bis das Mittagessen bereitsteht.

Tage nach dem ersten Besuch auf dem Feld erzählt Asous, dass die Olivenernte in diesem Jahr besonders schwierig ist: »Jedes Jahr gehen wir sehr glücklich aufs Feld, als würden wir zu einer Hochzeit gehen, aber dieses Jahr ist es anders, wir haben ständig Angst vor Angriffen der Siedler. Wir sind psychisch angeschlagen. Aber wir sind die Eigentümer des Landes und müssen uns weiter darum kümmern.«

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  • Leserbrief von Peter Groß aus Bodenseekreis ( 8. November 2022 um 14:10 Uhr)
    Das sich demokratisch nennende Deutschland und deren vielfältig nachgeordnete Organisationen unterbinden, augenscheinlich teils mit Ausforschung privater Daten, ausnahmslos alle Kritik als Antisemitismus. Sie unterstützen und finanzieren damit, könnte man denken, wenn man frei denken dürfte, ein rechtsnationales Netanjahu-System, das von Korruption, Hass gegen Andersdenkende, Landraub und Rechtsferne geprägt ist. Wenn eine Abteilung des Geheimdienstes Mossad in einer Fernsehdokumentation (ZDF Info) sich öffentlich und mit Stolz zu (ich meine es waren 1.000 Morde) illegalen Tötungen bekennt. Welche Definition von Völkerrecht oder Faschismus kann man im Jahr 2022 als Grundlage für das friedliche Zusammenleben der Völker anwenden? Das Ganze hat doch mit dem jüdischen Glauben nicht das geringste zu tun. Es schadet allen sozialen Bewegungen, besonders der israelischen Friedensbewegung, die in deutschen Medien nahezu keine oder wenig Chancen auf Veröffentlichung oder ein Rederecht bei öffentlichen Veranstaltungen hat. So wächst ein Gefühl der Hilflosigkeit, wenn uns die Fähigkeit der Empathie aus dem Grund eines Tabus oder eines strafbewehrten Unterlassungsanspruchs entrissen wird. Siedler oder Kolonialisten? Diese Frage beantwortet sich durch ihre Erscheinungsform bereits selbst. Danke Anne Paq für die Erinnerung, dass wir als zivilisierte Wesen den Mut beweisen müssen, Unrecht auch Unrecht zu nennen.
  • Leserbrief von Ibrahim Ladaa aus Nürnberg ( 7. November 2022 um 16:28 Uhr)
    Einer der besten Artikel, den ich bis jetzt in der deutschen Presse gelesen habe, der die Lage in Palästina genau und menschlich beschreibt. Dies geschieht seit über 100 Jahren. Ich möchte mich bei Anne Paq bedanken, nur hätte sie die Siedler Kolonialisten nennen sollen, denn sie gehören alle der israelischen Armee an und sind mit den modernsten Waffen und Kommunikationsmittel ausgestattet. Ihre Kolonien werden mit westlichen Geldern finanziert und das Land von den Palästinensern geraubt. Es wäre sehr interessant, wenn sie geforscht hätte, ob unter den Kolonialisten auch deutsche Staatsangehörige sind? Wie wäre die Position der deutschen Regierung dazu?

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

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