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Namibia fordert neue Verhandlungen mit BRD

Windhuk. Die namibische Regierung hat Deutschland aufgefordert, ein 2021 ausgehandeltes »Versöhnungsabkommen« zu deutschen Verbrechen in der Kolonialzeit neu zu verhandeln. Die Forderung sei bereits im Juli erhoben worden, teilte Vizepräsident Nangolo Mbumba am Donnerstag mit. Zum Inhalt der verlangten Neuverhandlungen wurde zunächst nichts bekannt. In dem Abkommen wird der Genozid an den Volksgruppen der Herero und Nama im historischen, nicht aber im völkerrechtlichen Sinne als »Völkermord« anerkannt. Damit können aus der Vereinbarung keine rechtlichen Ansprüche auf Reparationen oder Entschädigungen abgeleitet werden. Das Abkommen sieht als »Wiedergutmachung« Entwicklungs- und Wiederaufbauhilfen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro über 30 Jahre vor. Vertreter der Herero und Nama kritisieren unter anderem, dass sie nicht an den Verhandlungen beteiligt wurden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.10.2022, Seite 1, Ausland

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