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Aus: Ausgabe vom 15.10.2022, Seite 6 / Ausland
Naturkatastrophe

Langsame Erholung

Kuba nach Hurrikan: Stromversorgung weitgehend wiederhergestellt
Von Volker Hermsdorf
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Auf Hochtouren: Reparaturarbeiten an einer Stromleitung in Pinar del Rio (4.10.2022)

Die Instandsetzungsarbeiten in Kuba kommen voran. Vor zweieinhalb Wochen hatte der Hurrikan »Ian« im Westen der sozialistischen Inselrepublik zahlreiche Gebäude, landwirtschaftliche Nutzflächen, Strom- und Wasserleitungen beschädigt. Bis Mitte der Woche konnten nun knapp 44 Prozent der Bevölkerung in der Provinz Pinar del Rio wieder rund um die Uhr mit Strom versorgt werden, wie die Nachrichtenagentur ACN am Mittwoch (Ortszeit) meldete. Durch die von dem Tropensturm verursachten Schäden war die Versorgung dort Ende September bis zu fünf Tage und landesweit bis zu 24 Stunden ausgefallen.

Nach Angaben der Vorsitzenden des Verteidigungsrates der Provinz, Yamilé Ramos Cordero, soll die Stromversorgung bald in allen Gemeinden »auf die eine oder andere Weise« sichergestellt sein. Ramos Cordero wies darauf hin, dass die Situation derzeit noch sehr unterschiedlich sei. Während in den Gemeinden Mantua und Sandino bereits 99 bzw. 82 Prozent der Stromleitungen repariert seien, hätten in den am stärksten beschädigten Tabakanbaugebieten San Juan y Martínez und San Luis erst knapp 20 Prozent instandgesetzt werden können. Bei der Kommunikation würden bereits 96 Prozent der Mobiltelefone und 89 Prozent der Festnetzanschlüsse wieder funktionieren. Laut Ramos Cordero könnten außerdem auf 546 Hektar wieder verschiedene Feldfrüchte, vor allem Gemüse und Getreide angebaut werden, nachdem der Hurrikan über 4.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen unter Wasser gesetzt hatte.

In der ebenfalls stark betroffenen, östlich an Pinar del Rio grenzenden Provinz Artemisa konnte nach Angaben der dortigen Präsidentin des Verteidigungsrates, Gladys Martínez Verdecia, die Stromversorgung bis Mittwoch bereits zu 97 Prozent wiederhergestellt werden. In der Gemeinde Bahía Honda sei die Lage mit nur 80 Prozent funktionierender Leitungen derzeit am kompliziertesten. Weitere Schwerpunkte des Wiederaufbaus sind neben der Reparatur von Strom- und Wasserleitungen die Instandsetzung beschädigter Gebäude und die erneute Aufnahme der landwirtschaftlichen Produktion.

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