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DGB: Gewalt gegen Frauen

Berlin. Der Europarat legte am vergangenen Freitag ein Expertenbericht zu Gewalt gegen Frauen vor. Darin würden der BRD gravierende Defizite beim Schutz von Frauen und Mädchen vor geschlechtsspezifischer Gewalt attestiert, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack gleichentags in der Hauptstadt. »Wir fordern einen Rechtsanspruch auf sofortigen Schutz und Hilfe für alle Opfer von häuslicher Gewalt, von der vor allem Frauen betroffen sind«, so Hannack. Das Hilfesystem müsse für alle gelten, unabhängig von Geschlecht, von sexueller Orientierung, Aufenthaltsstatus, Herkunftsort oder gesundheitlicher Einschränkung. Dafür müssten bundesweit verbindliche Regelungen her, »die ein breitgefächertes und bedarfsgerechtes Unterstützungsangebot sicherstellen«, betonte die Gewerkschafterin. Ferner brauche es flächendeckend mehr Schutzräume für Betroffene und mehr Beratungsangebote. Voraussetzung sei zudem, dass die zuständigen Behörden wie Justiz- und Jugendämter rund um die Uhr telefonisch erreichbar seien. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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