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Japan: Proteste gegen Staatsbegräbnis für Abe

Tokio. Mit militärischem Pomp hat Japan den kürzlich ermordeten Exregierungschef Shinzo Abe geehrt. Unter extremen Sicherheitsvorkehrungen und begleitet von wütenden Protesten nahmen am Dienstag in Tokio rund 4.300 Trauergäste aus dem In- und Ausland an dem Staatsakt in der Kampfsporthalle Nippon Budokan teil. Tausende Menschen protestierten gegen die mit Millionen Steuergeldern finanzierte Veranstaltung, rund 20.000 Polizisten waren mobilisiert worden. Einige Oppositionsparteien boykottierten den Staatstrauerakt und betonten, es gebe dafür keine Rechtsgrundlage. Der jetztige Premier, Fumio Kishida, hatte ohne vorherige Beratungen im Parlament entschieden, dass Abe einen Staatstrauerakt verdiene. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.09.2022, Seite 6, Ausland

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