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»Cum-Ex«: Bargeldfund bei SPD-Politiker Kahrs

Köln. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt seit Monaten gegen den früheren SPD-Haushaltsexperten im Bundestag und Vertrauten von Kanzler Olaf Scholz (SPD), Johannes Kahrs. Der Vorwurf: Begünstigung bei strafbaren »Cum-Ex«-Geschäften der Warburg-Bank in Hamburg. Nun dürfte es für Kahrs eng werden. Bei einer Razzia im vergangenen September haben Fahnder mehr als 200.000 Euro in bar in einem Schließfach der Hamburger Sparkasse gefunden, das Kahrs gehören soll. Bargeld in Schließfächern zu lagern, ist verboten. Zunächst hatte Bild am Samstag abend darüber berichtet. Auf eine Presseanfrage reagierte Kahrs demnach nicht. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2022, Seite 2, Inland

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  • Reinhard Hopp aus Berlin 8. Aug. 2022 um 09:31 Uhr
    Was dem Malocher sein »Sparschwein«, ist dem SPD-Genossen halt sein Schließfach. Eine alte proletarische Tradition und reine verantwortungsvolle private Vorsorge. Muss man doch irgendwie Verständnis für haben – oder Olaf? Weiß doch schon jedes Arbeiterkind von klein an: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!
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