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Aus: Ausgabe vom 19.07.2022, Seite 11 / Feuilleton
Lyrische Hausapotheke

Kriegsjournalismus

Von Norman Philippen

Dass Kriege stets Verbrechen sind,

ahnt der gute Mensch als Kind.

Herangewachsen weiß er dann,

dass Krieg niemals gewinnen kann.

*

Doch wie es nun einmal so ist,

will der Mensch auch etwas sein.

Mancher wird dann Journalist,

tauscht Geld gegen sein Wissen ein.

*

Als Kriegsreporter an der Front

(das meint: daheim am Laptop)

erweitert er den Horizont

dir unbedarftem Schafkopp.

*

Schließlich ist, wer schreiben kann,

der Wahrheit doch verpflichtet.

Und wenn Wahrheit stirbt? Ja, dann

hat sie wohl wer vernichtet.

*

Wie gut, dass auch in diesem Fall

der Journalist berichtet.

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Joachim S. aus Berlin (19. Juli 2022 um 16:50 Uhr)
    Bitte nicht drucken, was nach dem Grundsatz »Reim dich, oder ich fress dich« verfasst wurde. Denn erst drei Dinge machen ein Gedicht aus: ein kluger Gedanke, ein spannender Fluss der Worte und ein Rhythmus, der beim Verstehen und Genießen hilft. Wo nur von Reim zu Reim gestolpert wird, fällt leider der Genuss aus.

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