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Aus: Ausgabe vom 02.07.2022, Seite 4 (Beilage) / Feuilleton

Die Leseprobe

Von René Hamann
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Draußen sterben Leute. Damit das gleich einmal gesagt ist. Dass das gleich klar ist: Draußen sterben Leute, hier nicht. Hier drinnen nicht. Nicht in diesem Raum. Oder vielleicht doch, aber anders, und andere Leute als die, die draußen sterben. Und auch nicht jetzt oder demnächst, sondern in unbekannter Zukunft. Und die, die draußen sterben, die sterben, und zwar in hoher, nicht so hoher, halbhoher Zahl, und zwar fortwährend. Während der hier drinnen einstmals ganz alleine sterben wird. Wer weiß, wann. Da die da draußen hier drinnen aber nur als »draußen« oder »die da draußen« fungieren, werden sie nicht weiter erwähnt als hier und jetzt. Und doch, vergessen sollte man das nie: Draußen sterben Leute.

Jeder Tag hat seine eigene Plage, steht auf dem Kalenderblatt mit der Zahl eins. Die Plage des heutigen Tages steht noch nicht fest. Vielleicht ist es dieselbe, die draußen wütet, aber das Draußen wird von nun an egal sein. Jeder Tag hat seine eigene Plage, und die Abwesenden, deren Zahl, deren Sonderzahl, deren Unzahl gerade hier unfassbar hoch ist, haben immer Unrecht. Das steht auf der Rückseite des ersten Kalenderblatts.

Mein Körper arbeitet normal. Vielleicht ist da ein leichtes Kratzen im Hals, vielleicht pocht da was von unten an die Schädeldecke, vielleicht ist da aber auch nichts. Vielleicht bildet sich ein Kloß aus oder ein Film aus Schleim, der den Rachen belegt, vielleicht ist da aber auch nichts. Der Körper arbeitet normal. My body is not my porn.

Und die Seele, was macht die Seele? Wird sie gesund, wenn nur ein Wort gesprochen wird? Ist sie seit acht Jahren nicht mehr gewachsen? Und die Liebe in Zeiten der Plage, wird sie einfacher? Sie bleibt kompliziert. Vorerst bleibt sie draußen. Da draußen. Die Liebe. Sie kommt nicht ins Zimmer, heute nicht. Sie kommt in diesem Raum nicht vor, höchstens als Selbstliebe, und jedenfalls nicht heute. Niemand bringt Blumen, niemand ergeht sich in verliebter Hörigkeit, niemand reist.

Am Morgen liege ich wie üblich im Bett und frühstücke, als eine kleine dunkelgraue Maus den Kopf durch den Türschlitz steckt. Ich springe auf, die Maus wetzt in die Ecke, versteckt sich hinter dem Sitzwürfel, dessen Deckel der Union Jack ziert. Wütend stoße ich gegen den Sitzwürfel, aber ich erwische sie nicht, sie saust ein Möbelstück weiter und versteckt sich hinter der schwarzen Kommode. Leider habe ich es eilig. Der Endkampf muss warten. Es ist bereits die dritte Maus in diesem Jahr. Die ersten beiden gingen in die Lebendfalle, aus der ich sie allerdings nur tot bergen konnte, da ich zum Zeitpunkt ihrer Gefangennahme an der Ostsee weilte. Danach kam die Mäusepolizei, ein Kammerjäger namens Bernd samt Azubi namens Holger, deutsch und doof. Sie stellten überall Fallen mit Gift auf, von dem niemand naschte, prüften zwei Wochen später das leere Ergebnis und zogen wieder von dannen. Die neue Maus nenne ich Luise. Keine Ahnung, ob sie wirklich weiblich ist, ist mir auch egal. Luise muss sterben.

In der Nacht sitzt eine Chinesin auf einem Pick-up am Rande der Landstraße vor dem von einer unübersichtlichen Menschenmenge gefüllten Marktplatz und schießt mit einem MG wahllos in die Menge. Fast ein abgeschmacktes Bild. Auf das ich trotzdem wie gebannt schauen muss. Rassistisch natürlich auch, aber ich kann mich damit herausreden, dass das ein Traum ist, was ich im Traum allerdings nicht weiß, und dass ich selbst eine Chinesin zur Freundin habe. Am Ende ist es genau diese? Aber nein, die Chinesin auf dem Pick-up bleibt gesichtslos. Blut spritzt, Knochen fliegen. Ich stehe entfernt, gebannt von der Situation, und wende mich endlich ab, mit Mühen, nicht ohne Widerstand, aber doch. Ich verlasse den Ort, nicht panisch, sondern betont ruhig, und gehe langsam in die andere Richtung. Ich wache auf. Es ist 4.45 Uhr.

Wenig später stehe ich auf dem Kirchplatz dieses kleinen Ortes, der sich nur unweit entfernt vom Dorf meiner Eltern befindet. Das nächste Dorf. Ein Dorf weiter. Die Menschenmenge aus dem ersten Traum hat sich zerstreut oder noch gar nicht gebildet. Ich warte auf den Bus, der mich in die Stadt bringt. Aber er lässt wie so oft auf sich warten. Es ist ein Rufbus. Nach dem vielleicht auch niemand gerufen hat. Da kommen Einwohner aus ihren Häusern und bauen Verpflegungsstationen auf, wie man sie von einem Marathon kennt. Große silberne Suppentöpfe, in Plastik eingeschweißte Plastikflaschen, Orangen in Obstkörben. An einer Station wird ein Schild mit der Zeitangabe 120 TAGE aufgehängt. Ich frage, was es damit auf sich hat. Die von der Verpflegungsstation antworten, sie gehen davon aus, dass der Ausnahmezustand genau so lange dauert. NOCH 120 TAGE. Kurz darauf kommt der Bus. Der Busfahrer winkt mich durch, ich brauche kein Ticket.

Draußen putzen die Leute. Sie verfolgen die Idee eines aseptischen Lebens. Sie werden reinlich. Sie beginnen eine neue Ära der Reinheit, sie putzen alles. Sie putzen die Bushaltestelle, sie putzen den Staat, sie putzen sich die Zähne, sie säubern die Kacheln und die Zwischenräume, sie fegen den Gehsteig. Sie sprühen überall Gift hin, bis sich herausstellt, dass das Gift lebensfeindlich ist, dann lassen sie das. Sie fühlen sich immunkompetent, bis zu einem gewissen Grad, dann fühlen sie sich schwach und kaufen die Apotheken leer. Sie fühlen einen Kloß im Hals und atmen schwer, und dann beginnen sie wieder zu putzen. Oma hatte auch eine Putzneurose. Einmal wurde in ihrer kleinen Haushälfte, in der sie nach dem Tod meines Großvaters alleine lebte, eingebrochen. Die Diebe nahmen Schmuck und Bargeld mit. Nicht viel, aber es reichte, um Oma nachhaltig zu verstören. Ihr Sohn, mein Onkel, und seine Familie luden sie daraufhin in ihr Ferienhaus an der Nordsee ein. Die ersten drei Tage ihrer Ferien bestritt sie damit, das ganze Ferienhaus zu putzen. Sie kompensierte.

Luise lässt sich nicht mehr blicken. Aus dem Baumarkt bringe ich Gaffatape, Mörtel, neue Lebendfallen, Stahlwolle mit. Ich stopfe die Löcher. Die Mäusepolizei ist gerufen. Sie wollen das Haus umstellen. Sollen sie.

Leben auf dem Land. Es ist, wie in der Wüste zu wohnen. Ein fast leeres Zelt in der Wüste. Kein anderer Mensch weit und breit. Keine Kamele, keine Beduinen. Luise frisst sich anderswo durchs Leben. Hoffe ich jedenfalls. In der Nacht träume ich davon, sie zu messern. Ich spüre sie hinter der Kommode auf und steche zu. Blut, überall Blut. Eine verdammte Schweinerei. Messern, zerhacken, mit einem Kotelettklopfer auf sie einschlagen. Ich lausche in die Wohnung. Ich höre auf jedes Geräusch, Auge in Auge mit der Maus. Wieso habe ich sie nicht gleich erwischt?

Meine Beine tun weh. Kleinste Anstrengungen erschöpfen mich. Gehe spazieren, komme zurück. Nichts Besonderes. Der Raum atmet, der Raum atmet nicht. Ich schieße ein Selfie. Leider bin ich das auf dem Bild, logischerweise. Ich werde älter und hässlicher. Als ich das nächste Mal die Haustür öffne, weht mich eine Depression an. Seltsamerweise, nein, dummerweise trete ich ein, trete ich tiefer in sie ein. Eine große biographische Schwelle.

Am nächsten Tag kommt die Chinesin zu Besuch in mein Zimmer. Sie zieht sich behände aus und legt sich in mein Bett. Ich eifere ihr nach und lege mich neben sie. Sie nimmt meine Hand. Sie riecht nach Thymian oder Patschuli oder geschärftem Kohl. Ich sage, dass ich es schön finde, so schön, neben ihr zu liegen. Sie sagt nichts. Ich überlege, ob ich ihr die Antworten soufflieren soll: »Ja, ich finde es auch schön.« Aber ich lasse es bleiben und bemühe mich, die Wolke des Ärgers, die in mir aufsteigt, niederzukämpfen. Die Chinesin sieht mich aus ihren dunkelbraunen Augen an. Ich habe kein Bild für diese Augen.

Es gibt keine braunen Wolken. Es gibt keine Luftschlösser aus Holz. Es gibt kein braunes Himmelbett, nur eine weiße Zimmerdecke mit einem kleinen Loch darin. Manchmal ist mir, als ob meine Nachbarin, die in einem Blutspendebus als medizinische Assistentin arbeitet, mir beim Schlafen zusieht. Dann späht sie durch das Loch in der Zimmerdecke und sieht mir beim Atmen zu. Und manchmal öffne ich die Augen und sehe ein Auge in der Zimmerdecke. Genau dort, wo später einmal, nach Beschluss der Hausverwaltung, ein Rauchmelder hinkommt. Die Chinesin sieht mir nicht beim Schlafen zu. Sie rührt sich nicht, sie hält immer noch meine Hand, aber die Augen geschlossen. Es bleibt seltsam.

Mutter schreibt, dass sie Angst hat. Sie hat einen Fall in ihrem Dorf. Die Grenzen sind dicht. Ihre Nachbarn haben Besuch, der jetzt nicht mehr zurück über die Grenze kann. Es gebe nur diesen einen Fall, sagen die Nachbarn, aber unsere Gäste müssen jetzt dableiben und können nicht mehr zurück. Und dieser eine Fall kam auch von außen. Von draußen. Von jenseits der Grenze.

Der Schmerz, der überall zu haben ist. Das Geheul. Das Geheul der Krankenwagen, das Geheul der Empörten. Die weiche Haut der Chinesin. Teile von mir werden in die Partnerin verlegt. Diese wird zur Verfolgerin. Die Identifikation mit ihr begünstigt die Ausprägung eines bedrohenden Über-Ichs. Dies wiederum trägt zur Ausbildung einer aggressiv-destruktiven Reaktionsbereitschaft bei. Halte ich mich für leichtfertig? Im Leben, in der Liebe? Die Liebe kommt aus China. In meinem Zimmer laufe ich im Kreis. Es bilden sich Gräben. Die Liebe dreht sich. Spuren im Bett, Gräben im Zimmerboden. Klaustrophobie ist ein Fremdwort. Ich schaue tief in die Klamottenkiste. Ich beginne Luise, die Maus, zu vermissen.

Die Mäusepolizei patrouilliert auf den Straßen. Im Zimmer lecke ich der Chinesin die Fußsohlen. Später sehe ich ihr in die braunen Augen und warte, dass sie sich auf mich fokussiert. Vielleicht, denke ich, werden sie dann blauer, die Augen. Liegt da eine Zärtlichkeit in diesem Blick, oder bilde ich sie mir ein? Und wenn da eine ist, was passiert dann und wie?

Leute mit Waschzwang, die sich über Nachahmer wundern. Das Leben steht still, Entscheidungen kippen ins Leere, die Liebe dreht sich im Kreis. Wie meine Mutter mache auch ich mir Sorgen. Natürlich. Ich habe Schleim im Rachen. Meine Beine tun so, als ob sie schmerzten. Es ist nichts. Meine Mutter spricht im Radio. Meine Mutter spricht aus dem Radio zu mir. Meine Mutter spricht aus dem Babyphone. Die Chinesin und ich sitzen vorm Radio und hören konzentriert zu. Ich höre die Stimme meiner Mutter aus dem Radio. Sie sagt nichts Überraschendes. Sie sagt, ihr gehen die Beschränkungen nicht weit genug. Sie betont das Wort »Klaustrophobie«, als ob es kein Fremdwort wäre. Was es ist. Sie findet nicht ins Schreiben, erklärt sie im Radio, sie sitze zu Hause, eigentlich immer, eigentlich immer schon, so wie ich. Ich frage mich: Was macht sie? Jagt sie Mäuse? Trifft sie Chinesen? Spielt sie tagelang Solitaire? Ich höre eine andere Stimme im Radio, eine Piepsstimme, eine Mäusestimme. Ist es Luise?

Das Leben steht still. Entscheidungen kippen ins Leere. Werden auf unbekannt verschoben. Die Chinesin verlässt das Haus. Ich wollte, dass sie geht. Sie wird wiederkommen. Als sie weg ist, verhalte ich mich still. Warte ab, bis die Luft rein ist. Dann verlasse ich selbst das Haus. Ich gehe mit einer Schriftstellerin aus, mit einer von zweien, die ich kenne, das heißt, ich gehe mit ihr spazieren. Ich habe untergründig das Gefühl, etwas Illegales zu tun, aber die Mäusepolizei, die in ihren blau-weißen Wagen gemütlich im Kiez herumschleicht, kümmert sich weder um uns noch um die Leute, die sich an den Straßenecken auf Abstand versammelt hatten. Obwohl, eben nicht versammelt. Einige trugen Mundschutzmasken, die meisten nicht. Manche wirkten gefährlich mit den Masken, andere, als ob sie sich freiwillig hatten knebeln lassen. Ja, es sah aus, als stopften sie sich den Mund zu. Es war eine kranke Zeit. Oder lag es an mir? Schließlich las ich inzwischen »Intensivstation«, wo eigentlich nur »Institution« stand. Die Schriftstellerin erzählt, dass es den Menschen in den südlichen Ländern mehr Schwierigkeiten bereiten würde, Abstand zu halten, während für die meisten Deutschen ja gelte: Sobald das Abstandsgebot aufgehoben wird, gehe ich wieder zurück auf vier Meter!

Die Schriftstellerin lässt tief blicken. Sie spricht mit der Stimme meiner Mutter, wie sie aus dem Radio dröhnte, das mag ein Zufall sein oder eben nicht. Die Schriftstellerin hat ein Dekolleté und wird im Freien erkannt, hier in der nächstliegenden Stadt. Leute grüßen sie und reden ihr gut zu. Ich bin heute die Begleitung. Wir spazieren, wir machen einen »Walk of Fame«. Eine Erholungsbewegung. Da fallen meist erst allerlei Namen, also wird Namedropping betrieben, bis man sich locker macht. Überall sind neue Striche auf den Gehwegen. Wir spazieren an einer Buchhandlung vorbei, in deren Schaufenster ihre Bücher zu sehen sind. Das ist ein merkwürdiger Moment. Beinahe ein Signature Move.

Klaus Theweleit: »Die von Freud sogenannte narzisstische Tendenz produktiver Frauen, eher geliebt werden zu wollen als selbst zu lieben.«

Ich muss an Luise denken. Eine Passantin nennt ihren kleinen Hund »Mäuschen«. Maus, sage ich zur Schriftstellerin, ich habe diese Verniedlichung nie verstanden. Ehefrauen als Mäuse. Kinder und Hunde als Mäuschen. Das ist der derzeitigen Lage nicht angemessen, finde ich. »Lass uns küssen, ohne uns zu küssen«, sagt die Schriftstellerin und lacht. Am Ende des Tages – wohin sollen all die Spaziergänge denn auch führen? – streichele ich ihre Beine. Ganz, ganz sanft, so wie sie es mag. Ein Leben in der Romantik, beinah.

Die Tage vergehen schneller, aber die Frisuren bleiben ausgesetzt. Das Leben geht kaputt, nichts blieb bestehen, alles ist nur noch eine Farce. Es ist wie tot sein. Aber ich nehme die Situation an. So wie meine Psychologinnen es anraten. Die Krise kommt und geht. In Wellen. Leichte hypochondrische, dann verstärkt panische Phasen wechseln sich mit Wut, Gelassenheit und Krisenbewältigung durch überzogenen Textkonsum ab. Das Übliche. Masken, Abstand, Reinlichkeit. Alle sind aseptisch geworden. Im wesentlichen sind das Methoden, um gut durch die Krise zu kommen, von der kein Ende abzusehen ist. Vermutlich wird es ein Long-Term-Ende geben, einen Long-Tail-Effekt (nicht: Snail-Effekt; auch nicht: Snake-Effekt; schon gar nicht: Kobra-Effekt), ein sich ins Unendliche hinziehendes Ende. So richtig zu Ende sein wird es am Ende nie.

Die Chinesin kommt zurück und bringt eine zweite Chinesin mit, eine Freundin aus Fernost, die auf Besuch da ist. Sie ist eine haushaltsfremde Person. Sie trägt einen chinesischen und einen internationalen Namen. Ich stelle fest, dass die zweite Chinesin noch attraktiver ist als die erste Chinesin. »So you’re also made in China«, witzele ich. Sie erzählt, dass sie einen Mann hat, der sie betrügt, und zwei Kinder; ihre Ehe ist kaputt, sie wird ihren Mann verlassen. Die erste Chinesin zeigt kein Anzeichen von Eifersucht, weil sie denkt, sie wäre die Attraktivere.

»Als ob das das Geheimnis wäre!«

»Ist es nicht?«

»Ist es nicht!«

In der nächsten Nacht träume ich von einem Strandkorb mit einem jüngeren chinesischen Körper darin, die dunklen Haare auf den Unterarmen sind deutlich zu sehen. Wespen kreisen herum. Ich träume von der zweiten Welle und der Schutzsuche hinter parkenden Autos, die nicht wirklich was bringt. Ich weiß nicht, was die Chinesin träumt. Vielleicht träumt sie von der Selbstliebe zur Liebe. Vielleicht davon, einen Namen zu haben.

Das Jahr Null findet nicht statt.

René Hamann, geboren 1971 in Solingen, lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Schriftsteller und Journalist. Von 2011 bis 2013 war er Literaturredakteur dieser Zeitung.

An dieser Stelle erschien von ihm zuletzt in der Ausgabe vom 13./14.11.2021 die Erzählung »Stoptrein«

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Simon B. ( 4. Juli 2022 um 05:04 Uhr)
    Da kann man nur dankbar seit der Redaktion für den biografischen Zusatz zum Autor und von Herzen gratulieren, dass eben jener da nicht mehr arbeitet. Früher ging es Linken auch bei Kunst ja mal noch um mehr und anderes, als nur »ich, ich, ich«. Aber die allgemeine Verblödung ist eben eine allgemeine. – »Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget ...«

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