Zum Inhalt der Seite

Bolsonaro verteidigt nach Mord die Polizei

Recife. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat nach der Ermordung eines Afrobrasilianers bei einer Verkehrskontrolle durch Polizisten die Beamten verteidigt. »Ich bedauere, was passiert ist«, sagte der Faschist am Montag (Ortszeit), aber die Autobahnpolizei mache im allgemeinen »einen außergewöhnlichen Job«. Zuvor hatten Videos des Polizeieinsatzes für Aufsehen gesorgt. Die Polizisten hatten vergangene Woche einen Verdächtigen in den Kofferraum ihres Wagens gezwungen und eine Tränengasgranate hinterhergeworfen. Der Mann erstickte. Während der 38jährige schrie, drückten die Beamten auf die Tür, aus der dichter Rauch quoll. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.06.2022, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!