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Aus: Ausgabe vom 12.05.2022, Seite 12 / Thema
Bewaffneter Kampf

Die andere Erfahrung

Die Westlinke und der reale Sozialismus jenseits der Elbe. Erinnerungen
Von Inge Viett
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Klare und durchschaubare Propaganda, von allen Menschen als solche zu erkennen. Alltag in der DDR (Rostock in den 1980er Jahren)

Am 9. Mai ist Inge Viett im Alter von 78 Jahren gestorben. Die Militante der »Bewegung 2. ­Juni«, die sich 1980 der »Rote Armee Fraktion« anschloss, tauchte 1982 in der DDR unter, wo sie bis zur ihrer Enttarnung und Verhaftung am 12. Juni 1990 lebte. Noch während ihrer Haft, die 1997 endete, verfasste Viett eine Autobiographie, die im gleichen Jahr in der Edition Nautilus erschien und in der sie auch ihr Verhältnis zur DDR reflektierte. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung zum Nachdruck. (jW)

Dass ich im kapitalistischen Deutschland geboren und aufgewachsen bin, kann ich weder bedauern noch gutheißen, aber es ist ein kaum zu beschreibendes Glück, daß der Verlauf meiner Geschichte meine Unwissenheit über das andere Deutschland korrigierte, über das Leben dort im ständigen Widerspruch zwischen Verwirklichung und Verkümmerung sozialistischer Ziele, zwischen Ansprüchen und Lebensweise, über die Anstrengungen, die Ideale, Fähigkeiten und Unfähigkeiten, die Wahrheiten und Irrtümer, die diesem Widerspruch entsprungen und von ihm gezeichnet sind. Nur wer dort gelebt hat, kann begreifen, was zerstört wurde.

Westlinke ohne Begriff

Die Linken im Westen haben keinen Begriff davon, wie schwer ihr Mangel an Erfahrung mit der sozialistischen Realität wiegt. Die Geschichte wird ihnen keine neue Gelegenheit bieten. Sie denken in ihrem Hochmut sogar, dass sie es sich leisten können, dies gar nicht als Mangel erkennen zu müssen. Der reale Sozialismus ihrer Zeit, vor ihrer Tür, in der DDR, war für sie die einzige Chance, jemals zu erfahren, wie die Idee vom Sozialismus, also das Ideal, real gesellschaftlich wirksam werden kann und wie nicht. Sie zogen es aber vor, sich von diesem geschichtlichen Prozess zurückzuziehen, ihn aus der Ferne zu benörgeln, zu bemängeln, zu belächeln. Sie zogen es vor, mit ihren sozialistischen Theorien die imperialistische Wirklichkeit einschließlich sich selbst zu kultivieren. Sie kämpfen immer mit der existentiellen Nabelschnur am Kapitalismus und kennen nichts anderes.

Die bürgerlichen Linken waren sich immer zu fein für die Arbeit der Veränderung, sie blieben lieber bei der Interpretation der Verhältnisse, wohl wissend, dass revolutionäre Veränderung auf Schmutz, auf fremden und eigenen Schmerz, auf Statik, Widerstand und Unberechenbarkeit stößt. Wie ist dem beizukommen, ohne die Hygiene der reinen Idee und auch ohne sich vielleicht selbst zu beschädigen? Sie haben die Chance verpasst, diesen großen historischen Versuch, aus der Kapitalgeschichte wieder Menschengeschichte werden zu lassen, sinnlich und politisch zu begreifen.

Ich weiß, die meisten sehen es nicht als verpasste Chance. Sie sagen aus ihrer autistischen Wahrnehmung heraus: »Igitt, ich hätte da nicht leben mögen.« Womit sie sagen, dass sie lieber in der imperialistischen Wirklichkeit leben als im Kampf und in der Dürftigkeit dagegen. Dies ist eben das Problem: Teilhaben zu wollen an den kapitalistischen, materiellen Mächtigkeiten und Möglichkeiten mit dem Wissen, dass sie Resultat räuberischer Beziehungen sind. Die bürgerlichen Linken haben eine intellektuelle Hehlermentalität. Mit unglaublicher Häme haben sie sich auf die zusammenbrechende DDR gestürzt, mit befreiender Lust ihre Hehlerexistenz an der Entwertung der sozialistischen Geschichte aufgewertet. Sie interessieren sich nur für die fehlgelaufenen, steckengebliebenen Prozesse, die Eiterschwären, die dunklen Ecken, in die Missratenes geschoben wurde. Absurdes spüren sie auf als Zeugnis ihrer Beweisführung, dass böse Menschen 40 Jahre zu Werke gingen, ihre schönen Ideen zu verhunzen. Am realen Sozialismus hat sie einzig das Nichtsein von Sozialismus interessiert, und mit diesem Interesse bestreiten sie fortwährend die Möglichkeit eines sozialistischen Daseins überhaupt. Jede positive Erfahrung wurde ihrer Entwertung unterworfen.

Was für eine intellektuelle Hochmütigkeit! Was für eine beschränkte und ebenso vermessene Wahrnehmung! Welch ordinäre Heuchelei, welch primitive Lust zur Erniedrigung haben sie den Menschen in der DDR entgegengeschleudert. Wie protzten sie aus allen Feuilletons staatsnaher Medien: Wir waren die Fundamentalopposition im Westen, es steht uns zu, euch zu verachten. Ich habe niemand von diesen Schwätzern in unseren Reihen gesehen!

Meine acht Jahre in der DDR waren zu kurz, auch nur einen Tag Langeweile zu haben, zu kurz, der Widersprüche überdrüssig zu werden, zu kurz auch, den Optimismus für alle Höhen und Abgründe, für Misslungenes und Gelungenes im geschichtlich einzigartigen Kampf für und um die Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft aufzugeben. Die Verwertung und Vernichtung der DDR, die Auslöschung sozialistischer Existenz, ihrer Inhalte, Strukturen, sozialer Sicherheiten, der tiefe Sturz der Menschen in die soziale und politische Unwürdigkeit, in die existentielle Desorientierung, in Erniedrigung und Brutalisierung ist viel gemeiner und quälender als die Vernichtung meiner persönlichen Freiheit, die damit zusammenhängt.

Ich bin parteilich, subjektiv und emotional. Nur auf diese Weise hab’ ich mir eh und je die Welt erschlossen, mich den Menschen zugewandt und haben sich die Menschen mir zugewandt. Ich sehe keinen Grund, den historischen Verlauf der Geschichte und meine eigene darin eingebettete Lebenszeit mit den Augen der derzeitigen Triumphatoren zu betrachten. Es sind die Augen von Betrügern, Dieben und Räubern, deren kollektives System davon lebt, sich über das Schwächere herzumachen.

Fehler und Irrtümer zu erkennen bedarf weder der Distanzierung noch des Konvertitentums, das sind Unterwerfungsrituale, sie beschädigen die Würde und die Wahrheit. Nicht grundsätzlich, aber dort, wo das Erkennen sich als Machtverhältnis vollzieht.

»Ich bleibe hier«

Wir waren zu dritt nach Berlin zu einem Treffen mit dem MfS angereist, Iris, Hans und ich. Die Begrüßung verlief wie immer: herzlich, in etwas angestrengter Lockerheit. Für uns Frauen ein Küsschen links und rechts, für den Mann Schulterklopfen. Eine Tasse Kaffee, einen Cognac und den zweiten, weil man auf einem Bein nicht stehen kann, und in den dritten hinein sagte ich: »Ich bleibe hier.«

Maßlose Überraschung bei Wolfgang und Werner, in den Augen von Iris und Hans Erleichterung. Dies war unser letzter Augenblick, wir machten den Abstand zwischen uns endgültig und unwiderruflich, befreiten uns voneinander ohne Bedauern und ohne Hass. »Wie, du bleibst hier«, fragte Wolfgang, »bist du mit großem Koffer gekommen?«

»Ja.« Ich stellte das Glas auf den Tisch und ging hinaus. Im Nebenzimmer brach ich auseinander, heulte, dass es mich schüttelte, ich konnte mich nicht mehr zusammenreißen. Ein Überdruck verschaffte sich Raum, ohne nach Scham und Peinlichkeit zu fragen. Die letzten zwei Jahre hatte ich mich wie einen Bogen gekrümmt, gezerrt und gespannt von zwei Polen: Ich will nicht ins System zurück. Niemals! Und: Ich kann auch nicht weiter. Politische und persönliche Sackgasse. Jetzt war ich endlich durchgebrochen, nicht freiwillig, mehr aus Verzweiflung, aber unumkehrbar.

Wolfgang kam herein, setzte sich zu mir und fragte ein bisschen hilflos: »Ist es denn so schlimm, hierzubleiben?« »Wieso, das kann ich doch gar nicht wissen, darum heule ich nicht.« Er schwieg, drängte mich nicht. Als ich zur Ruhe kam und meine Beherrschung wiederfand, fragte er mich, ob ich hier weg wollte. »Ja, sofort, ich will sie nicht mehr sehen.«

Es ging dann ganz schnell. Er brachte mich in das Haus am See, es war mir schon gut bekannt. Ich hatte hier viele Gespräche geführt in eigenartiger Atmosphäre. Ein Gemisch aus Diplomatie, Freundschaft, Vorsicht, Misstrauen, Gemeinsamkeit, Distanz und Neugier. Es war immer schwierig, oft entnervend, und manchmal haben wir uns danach zur Entspannung besoffen.

Das Haus lag in einem Waldgebiet mit hohen alten Kiefern. Sie würzten in diesen Tagen die Luft mit einem betörenden Harzgeruch. Der See war verführerisch idyllisch, als wäre Frieden.

Ich begann über meine neue Lage nachzudenken und stellte fest, dass dies im Moment völlig überflüssig war, denn es gab vorübergehend nichts zu entscheiden und zu regeln. Ich war in guten Händen. Für alles würde gesorgt werden. Das war ungewohnt für mich, aber nicht unangenehm. Ein »Nichtzustand«. Ich wusste, er würde einige Monate dauern und er war notwendig. Ich musste innerlich Abstand nehmen von dem, was ich verlassen hatte, und Nähe gewinnen zu dem, was mein künftiges Leben nun sein würde.

Auf meinen ausgedehnten Streifzügen durch die Wälder, Wiesen und Dörfer der Umgebung, beim Herumsuchen in der Kaufhalle, in den ersten vorsichtigen Begegnungen und belanglosen Gesprächen des Alltags, der für mich freilich noch nicht alltäglich war, begann sich ein ganz merkwür­diges neues Gefühl zu entwickeln. So ganz allmählich und leise meldete es sich aus den untersten Schichten, und ich nahm es wahr als angenehme Gemütslage, aber ich befragte es erst viel später. Hier begann ich schon, meine Zugehörigkeit zur anderen deutschen Geschichte zu empfinden. Ja, ich begann bereits, Besitz von ihr zu nehmen, als hätte ich sie mitgeschaffen.

Meine bisherigen Besuche in der DDR waren zielgerichtet, offiziell und ohne Interesse für Land, Leute und ihr gesellschaftliches Leben gewesen. Ein bisschen kannte ich das Leben der Offiziellen, die in ihrer ganzen Bewusstheit, ihrem Lebensinhalt und Habitus geprägt und ausgefüllt waren von ihrer besonderen Funktion im Staat. Die DDR war bisher von mir als politische Beziehung wahrgenommen worden, die eine Funktion in meinen Vorstellungen und Anstrengungen bezüglich der BRD hatte. Dies Verhältnis änderte sich jetzt.

Fertig mit dem Imperialismus

Ich war so gründlich fertig mit dem Imperialismus, war so gründlich gescheitert mit meinen eigenen Versuchen, ihm die Stirn zu bieten, hatte mit Getöse den Guerillakampf begonnen und ihn so kläglich als untauglich erkennen müssen, ich hatte den variationsreichen, aber endgültigen Rückzug meiner Generation von revolutionären Perspektiven durchlebt, dass ich dem Beharren der DDR einen fast zärtlichen Respekt entgegenbrachte. Ohne Umschweife war ich bereit für Verantwortung und Verteidigung, ohne Umschweife ergriff ich Partei für den sozialistischen Staat als letzte reale Alternative. Seine Behauptung schien mir ein Rest greifbarer Widerstand zu sein, gegen das System, aus dem ich kam und das sich mit seiner hohlen Perfektion unaufhaltsam durch die Welt und die Zeit frisst, wie die Fäulnis durch den Apfel.

Jetzt spazierte ich plötzlich hinter der Barrikade herum, die sich dieser Unaufhaltsamkeit seit Jahren versperrte. Ich wurde ungeheuer neugierig, wie das gegangen war von dieser Seite aus, all die Jahre der Druck, die Kämpfe von außen und innen, wie die Leute das gemacht hatten und wie sie dabei anders geworden sind als die im Westen. Mir wurde jeden Tag deutlicher, dass wir aus dem Westen keine Ahnung hatten, was hier seit dem Krieg eigentlich vorgegangen war. Auch wir nicht, die wir den Kapitalismus bis aufs Messer bekämpften und für uns beanspruchten, ein politisch brüderliches Verhältnis zur DDR zu haben. In Wirklichkeit haben wir uns nie bemüht herauszufinden, wie es tatsächlich funktioniert mit dem Sozialismus im Innern, wie die Jahrhundertidee als realer Organismus lebte. Unser Bild von der DDR war ein verschwommenes Mosaik aus eigenen politischen Interessen und aus linkslibertär vorgeprägten Abneigungen, die sich speisten oder lösten aus West- und Ostoffiziellem, aus Vorgetragenem und Vorgezeigtem. Es ist auch uns aus borniertem Desinteresse verborgen geblieben, wie das originäre Leben sich hier organisierte und atmete.

Es ist schon merkwürdig, dass wir gegen die kapitalistischen Inhalte und Strukturen kämpften und nicht auf die Idee kamen, erfahren zu wollen, wie es in den bestehenden sozialistischen zugeht. Wie die Menschen darin wirkten und lebten, die nach 1945 etwas anderes angefangen hatten als wir. Freiwillig, bewusst, aber ohne Erfahrung, oder auch unfreiwillig, passiv, feindlich und zerfressen von Sehnsucht nach dem Westen.

Welt ohne Schnörkel

In den ersten Wochen entspannte ich mich, badete, ruderte auf dem See und genoss das hinreißende Abendgold der Spätsommertage. Ich war mir selbst überlassen und hatte Zeit, mich zu finden und bereitzumachen, die neue Welt kennenzulernen.

Sie tat mir wohl in ihrer Schlichtheit. Keine Schnörkel, kein Lack. Das Wesentliche war ungeschönt sichtbar. Mir gefielen auch die Losungen. Wahrlich keine phantasievollen Schöpfungen, aber deshalb nicht falsch. Sie begegneten mir oft ganz unerwartet. Am Ende einer Landstraßenkurve nach Berlin: Ich bin Arbeiter, wer ist mehr? An der verlassenen Ruine eines Sägewerks: Den Sozialismus aufbauen! Vorwärts zum VIII. Parteitag der SED. An der Dorfeiche: Mach mit, schöner unsere Dörfer, unsere Städte. An der Schule: Wir lernen für den Frieden. Immer riefen sie auf, appellierten mit schlichter Wiederkehr an die Aufmerksamkeit der Bürger, an ihre Initiative, ihre Loyalität für die sozialistische Gesellschaft. Eine rührende Werbung, nicht erfunden für Saisonrenner und Marktneuheiten, nicht für Ex-und-hopp-Produkte, nicht für den Genuss des Augenblicks. Ihre Losungen und Sprüche forderten, versprachen und behaupteten die Anstrengung und Hingabe für eine bessere Zukunft. In ihnen steckte die Mühsal und nicht selten die Vergeblichkeit beim Beschreiten neuer Wege, beim Ringen um neue Lebenswerte. Oft waren sie verwittert, verblichen, als wollten sie sich langsam unsichtbar machen, sich zurückziehen vor der Realität, die sie oft genug Lügen strafte.

Nein, ich fand sie nicht lächerlich, pathetisch manchmal, ja. Auch altmodisch. Aber sie konnten niemals so falsch und zynisch sein wie der Kitekat-Werbeslogan in einer Welt, in der jährlich 14 Millionen Kinder an Hunger und Seuchen sterben: »Das Beste für unsere Katze«. Niemals entleerter als der tägliche Radiospruch: »Bildzeitung – was braucht man mehr?« Und auch niemals dümmer und hohler als: »Alles Müller oder was?« Ich kann heute nur noch müde lächeln, wenn ich die beliebte Formel westlicher Ansichten und Markierungen höre oder lese: »die allgegenwärtige ideologische Propaganda und Indoktrination in der DDR«. Welch eine Abstumpfung und Verödung ihrer Wahrnehmungsfähigkeit gegenüber der eigenen Umwelt! Sie sind aufgegangen in der Warengesellschaft und spüren nicht mehr, wie sie 24 Stunden am Tag von ihr bestimmt und belästigt werden. Wohin du in der kapitalistischen Gesellschaft den Blick auch wendest, die Schritte lenkst, die Sinne richtest, stößt du an ihre Propaganda. Sie verfolgt dich überall hin, vom Erwachen bis zum Schlafengehen. Die Straßen, die Häuser, die Lüfte, alle Körper, alle Flächen, die offenen und geheimen Wünsche und Träume der Kinder, Frauen und Männer, ihre Haut, ihre Haare, ihre Kleidung, ihre Zähne, die Kunst, die Bildung, Wissenschaft und Kultur, alles, alles ist Werbefläche, Werbeobjekt, Werbeträger für das kapitalistische Gesellschaftssystem. Das nenne ich allgegenwärtig, und die Freiheit davon war für mich ein wohltuender Gewinn an Lebensqualität.

Die Propaganda in der DDR war ungeheuer simpel, klar und durchschaubar, von allen Menschen als solche zu erkennen. Damit hat sie jedem die Freiheit gelassen, sich vor ihr zu verschließen, sich zu distanzieren. Die psychologisch und ästhetisch ausgeklügelte, differenzierte Propaganda des Kapitals erlaubt dies nicht mehr, sie hat alle inneren und äußeren Lebensbereiche durchdrungen, sie steuert die Bedürfnisse und Lebensentwürfe, ohne mehr wahrgenommen zu werden. Sie ist gefährlich und dort, wo sie deutlich sichtbar ist, eine impertinente Plage.

Von Zeit zu Zeit kommt Werner vorbei. Wir gehen zusammen spazieren, essen zusammen, diskutieren oder plaudern auch nur. Er prüft mich unauffällig (denkt er), will meine Eindrücke wissen und wie ich mich fühle. Er fragt nicht direkt, er will es über Bilder herauskriegen.

»Ich war gerade im Supermarkt.«

»Kaufhalle«, sagt er geduldig zum wiederholten Mal. Wir lachen.

»Ich bin immer überrascht«, erzähle ich. »Irgendwie dachte ich, es mangelt euch an allem. Das denken wir alle drüben.«

»Das ist natürlich Quatsch, aber wenn du länger hier bist, wirst du merken, wo es fehlt und hakt. Vom Supermarkt sind wir noch weit entfernt.«

»Gott sei Dank«, sage ich.

Wenn er geht, sagt er: »Sobald du dich in der Lage fühlst, fangen wir an zu arbeiten. Deine Legende, dein Beruf, deine neuen Verhältnisse, es wird nicht einfach, mach dir schon mal Gedanken.«

Ich suche eine Bibliothek auf, ich will die DDR-Sprache lernen. Jedes Gespräch verrät mich als »die aus dem Westen« und stürzt anfängliche Unbefangenheit in Befangenheit. In Österreich bin ich von älteren Leuten oft gefragt worden: »Kommen’s aus’m Reich?« Da steckte so eine selbstverständliche Komplizenschaft in der Frage, die mich abstieß. Ich verneinte immer. Aber jetzt war Misstrauen und Unsicherheit in der Frage: »Sie kommen aus der BRD?«

In der Bibliothek betrete ich aufregendes Neuland: DDR-Literatur, sozialistische Geschichte, sozialistische Ökonomie, DDR-Kunst, Poesie, jedes Buch würde mir die DDR näherbringen, das ethische Verständnis des sozialistischen Teils der Welt samt seiner Materialisierung lag vor mir. Ohne bürgerliche Filterung und Interpretierung. Mit einem Packen Bücher über ökonomische, politische Strukturen, gesellschaftliche Organisationen etc., der »Aula« von Hermann Kant und einem Russischkurs komme ich in die Wohnung zurück und lerne zuallererst die gebräuchlichsten Abkürzungen: EOS, POS, NSW, SW, AWG, KWV …

Schweres Ankommen

Selbst nach einem halben Jahr Vorbereitung konnte ich unmöglich als DDR-Bürgerin durchgehen, mir fehlte die Alltagssprache, und meine westlichen Sprachgewohnheiten konnte ich nicht so schnell abstellen. Also entschieden wir uns für eine Legende als Übersiedlerin. Das gab mir auch einen freieren Kommunikationsraum. Ich war ausgehungert nach sozialen Kontakten, Geselligkeit und Kommunikation. Das halbe Jahr in Berlin war ich vom Alltag getrennt, stand nur in Beziehung zu den Genossen vom MfS. Aber auch die letzten zwei Jahre in der Illegalität waren sehr einsam und losgelöst gewesen. Das lange Alleinsein bedrohte schon meine Lebenslust.

Gleichwohl war uns auch klar, dass ich von vielen Leuten mit Misstrauen und Unverständnis betrachtet werden würde. Aber ich traute mir zu, das aufzulösen, und wollte es lieber in Kauf nehmen als zu strenge Zurückhaltung und Unsichtbarkeit. Außerdem bin ich zu spontan und zu eitel, um eine allzustarke Disziplinierung und Reduzierung meiner Persönlichkeit durchzuhalten.

Es wurde dann aber doch schwerer, als ich es mir vorgestellt hatte. Das Unverständnis, wieso ich vom Westen in den Osten gekommen war, machte mich oft so wütend und verunsicherte mich. Die ersten Jahre in Dresden fühlte ich mich manchmal recht ungemütlich. Der Westen ist nicht beschreibbar. Die Diskussionen in meinem Arbeitskollektiv endeten in der Regel mit Vergleichen äußerer Erscheinungen: Trabi gegen Audi, Rügen gegen Mallorca, Westberlin gegen Ostberlin, da ging die DDR natürlich immer nach Punkten k. o. Wie erkläre ich Verdinglichung, Warenbeziehungen, soziale Kälte, Entsolidarisierung, wie erkläre ich, was die Warengesellschaft aus den Menschen macht? Ja, heute, nach den Jahren der Betroffenheit und Erfahrung in und mit den kapitalistischen Werten und Wirkungen würde ich nicht mehr auf diesen abwehrenden, ungläubigen Blick stoßen, der mich damals verstummen und oft genug verzweifeln ließ.

Wolfgang war der Stratege, seine Überlegungen erfassten weitere Räume, waren großzügige Entwürfe, er forderte Alternativen zu seinen eigenen Gedanken. Er strebte Lösungen an, keine Entscheidungen, nur weil er die Macht gehabt hätte, sie zu treffen. Hinter seiner konventionellen äußeren Erscheinung verbarg sich der Geheimdienstmann von Welt und Kultur, von beider Seiten Welt und Kultur. Er war mir angenehm, sein Blick war frei von Kleinlichkeit und Provinzialität. Die Lust am Rituellen aber teilte er mit allen anderen männlichen Funktionären: einen Toast oder eine kleine Tischrede zu einem besonderen Anlass, die offiziöse Gestaltung von Jahrestagen oder Ereignissen, ein politisches Statement zur Unterstreichung der Wichtigkeit eines Vorganges usw.

Werner war der Praktiker, der Arbeiter am Detail, der schlaue Fuchs, der seine Karten nie offenlegte. Er war ein fabelhafter Kombinierer, ein unbekümmerter Doppel- und Taschenspieler. Es war mir peinlich, wenn er nicht merkte, dass ich ihn durchschaute. Er rührte stets viele Seiten gleichzeitig an, um zu vertuschen, auf welche es ihm ankam. Manchmal spielte ich das Spiel mit, um besser zu sein, aber es gefiel mir nicht. Es waren die Momente, in denen ich spürte, er nimmt mich nicht ernst, er will meinen Willen umgehen. Ich bin sein Objekt, nicht seine Genossin. Aber er war auch ein liebenswerter Gesellschafter, mit ausgeprägter Freude für Gastlichkeit und Wohlbefinden.

Auch in den gemütlichsten, freundschaftlichsten Momenten vergaß ich nicht, dass die Männer meine »Betreuer« mit staatlichem Auftrag waren. Der Schritt, in die DDR zu gehen, hieß gleichzeitig, mich in ihre Abhängigkeit zu begeben. Ich fürchtete diese Abhängigkeit nicht, ich wusste, sie würde nicht missbraucht werden.

»Was willst du machen bei uns, welcher Beruf würde dir Spaß machen, in welcher Stadt möchtest du leben und wie möchtest du heißen? Mal sehen, ob wir alle Wünsche zu einer Geschichte machen können.«

»Reprotechnik«, damit hatte ich aus dem Untergrund einige Erfahrung, »und bloß nicht in die Provinz, wenn Berlin wegen der Sicherheit schon nicht in Frage kommt, dann wenigstens in die zweit- oder drittgrößte Stadt.«

Nach einem halben Jahr Vorbereitung reiste ich nach Dresden. Im Gepäck viel Neugier, viel Banges, viel Spannung.

»Denk nur nicht, du triffst auf lauter Kommunisten, weil du im sozialistischen Staat bist. Wir wären schon froh, wenn nur die Hälfte aller Parteimitglieder wirkliche Kommunisten wären. Erwarte kein politisches Bewusstsein, wie du es hast, und wie du es gewohnt warst von den westlichen Linken. Du wirst auf ein sehr unterschiedliches gesellschaftliches Bewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung treffen. Erwarte keine Wunder. Vierzig Jahre sind nicht viel, aber lang genug für viele Fehler, die Menschen sind zäh, und die BRD hockt auf uns drauf, schwer wie Blei. Du wirst dich fremd fühlen zuerst, stell dich darauf ein.«

Inge Viett: Nie war ich furchtloser. Autobiographie. Nautilus Verlag, Hamburg 1997

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Peter B. aus Dänischenhagen bei Kiel (14. Mai 2022 um 04:28 Uhr)
    Traurig, dass Inge Viett gestorben ist. Sie hätte sicher noch so viel zu erzählen gehabt. Vielen Dank für den Auszug aus dem Buch. Es war sehr beeindruckend und besser sicherlich, als jeder Nachruf sein könnte. Leider ist das Buch nirgends verfügbar. Könnte die jW daher nicht mehr von dem Buch abdrucken? Das wäre sicher ein Gewinn für alle Leser.
  • Leserbrief von Roland Winkler aus Aue (13. Mai 2022 um 11:30 Uhr)
    »Nur wer dort gelebt hat, kann begreifen, was zerstört wurde.« – Inge Viett war eine bemerkenswerte, weitsichtige, tiefgründig nachdenkende Frau. Wie wohl wenige in Ost wie West hat sie begriffen, was so vielen von der bunten Konsumwelt, dem Glanz des Kapitalismus verstellt blieb, nie bewusst wurde. Sie redet nichts schön, glorifiziert das andere Deutschland nicht. Vor allem begreift sie gegenüber so vielen das Schöne, Neue, Bessere, weil Menschlichere an der entstehenden Gesellschaft. Sie begreift das neue andere Deutschland aus seinen Widersprüchen der Entwicklung, aus der ganzen Dialektik, was so vielen fremd blieb. Sie vermochte die DDR zu messen, zu beurteilen aus Sicht beider Deutschlands und vor allem über Bananen und Reisen hinaus, über den Abstand der Stoßstangen des neuen Westautos hinweg. Sie vermochte politisch zu urteilen und verstehen. Sie verstand, was Kapitalismus in seiner Gänze und Entwicklung, in seinen Gefahren und Enmenschlichungen wirklich ist. Sie konnte die Veränderungen spüren, die eine DDR für das Menschliche brachte, aber auch wie viele dessen noch nicht bewusst werden konnten.
  • Leserbrief von Gerd-Rolf Rosenberger aus Bremen-Blumenthal (13. Mai 2022 um 10:09 Uhr)
    Über den 100. Jahrestag des Beginns des furchtbaren Ersten Weltkrieges sollte Inge Viett 2014 in Bremen zum jährlichen Gedenken an die Rätekämpfer auf dem Waller Friedhof sprechen. Es sind verschiedentlich Irritationen bezüglich der Einladung an Inge Viett aufgetreten, argumentierten leider auch linke Kräfte. Mit einem Satz beschloss der DGB Bremen, das Gedenken an die Räterepublik nicht zu unterstützen. Aus gesundheitlichen Gründen sagte Inge schließlich ihre Teilnahme ab. Ich hielt dann die Rede und war dankbar, dass mich Inge Viett mit kleinen Änderungen unterstützte. Sie schlug vor, nach dem Friedrich Engels Zitat, »Und endlich ist kein andrer Krieg für Preußen-Deutschland mehr möglich als ein Weltkrieg, und zwar ein Weltkrieg von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit«, einige Sätze zur Oktoberrevolution zu sagen, für die ja der Erste Weltkrieg so was wie ein Katalysator war und für einen großen Teil der Welt die Hoffnung in sich barg, imperialistische Kriege für die Zukunft zu verunmöglichen. Ich ergänzte mit einem abschließenden Satz über das Friedensdekret Lenins 1917. Danach schrieb sie mir: »Die Diskussion um mich als politische Person hat hoffentlich keine unüberbrückbaren Brüche in Eurem Bündnis hervorgebracht. Die politische Gegenwart ist so bleiern und wird es auf lange Zeit bleiben, da gilt es Gemeinsamkeiten zu festigen.«
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Hans Christoph S. aus Frankfurt am Main (12. Mai 2022 um 21:03 Uhr)
    Ich bin einfach sehr froh, dass es diese Frau gab und es diesen Text von ihr gibt. Ganz großen Dank für die Veröffentlichung!
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Christel H. aus Aschersleben (12. Mai 2022 um 19:17 Uhr)
    Im Jahre 2001 hatte ich Gelegenheit, Inge Viett anläßlich einer Leserreise, die sie auch nach Aschersleben führte, kennenzulernen. Unter der Zuhörerschaft war damals sicher niemand, der nicht berührt war von dem, was sie aus ihrem Leben erzählte. Mich haben immer ihre Geradlinigkeit, ihre Empathie und ihre Sympathie für die DDR beeindruckt, ohne dass sie übersah, was in der DDR nicht rund lief. Sie konnte nachvollziehen, was viele DDR-Bürger mit ihrem Staat verloren haben. Der Autobiographie von Inge Viett wünsche ich noch viele Leser. Mir wird sie als kluge, aufrichtige Frau mit sympathischer Ausstrahlung in Erinnerung bleiben.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Josie M. aus 38448 Wolfsburg (12. Mai 2022 um 13:19 Uhr)
    Ja, auch ich möchte mich bei der Redaktion für die Veröffentlichung des Ausschnitts aus Inge Viett Biographie ganz herzlich bedanken – auch wenn es der so traurige Anlass ist, dass nun »auch sie« am 9. Mai immerhin 78jährig verstorben ist. Ein besserer Nachruf als die Veröffentlichung ihrer eigenen Gedanken scheint mir nicht möglich. Und nachträglich verspüre ich das Bedürfnis, der ehemaligen DDR dafür zu danken, dass sie »einer wie ihr« seinerzeit das Leben gerettet hatte, einer derjenigen, die das damalige BRD-System nicht nur vom Rest der Gesellschaft vereinzelte, sondern regelrecht und systematisch in die Illegalität trieb … Ich hatte nur einmal die Gelegenheit, sie bei einer Lesung über ihre Reiseeindrücke in Kuba zu erleben – vielleicht war es 2000 (?). Schon damals bewunderte ich ihre schriftstellerischen Qualitäten. Unmittelbar davor hatte ich Übersetzungen von José Martí gelesen, dem großen Dichter und Denker Kubas. Und ich weiß noch, dass mich ihr Erzählstil an den seinen erinnerte, seine plastische und liebevolle Art … – Mich persönlich bewahrte vor dem Schicksal der bekanntesten und daher »berüchtigsten« ’68er der Umstand, dass ich als damals noch alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, »nichts riskieren« durfte, daher fiel ich durch die Maschen. Aber dennoch sehe ich in ihr bis heute eine »Weggefährtin« und bin über ihr Ableben traurig. – Übrigens erfuhr eine wie ich erst nach der Wende, dass ich es in der ehemaligen DDR als alleinerziehende Mutter weniger schwer gehabt hätte. Das möchte ich bei dieser Gelegenheit auch noch zur »Rehabilitierung« der ehemaligen DDR hinzufügen.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Joachim S. aus Berlin (12. Mai 2022 um 12:24 Uhr)
    Herzlichen Dank für diese Würdigung einer Frau, die ihren Weg mit Irrungen und Wirrungen, aber aufrecht gegangen ist. Die das Sozialistische nicht angeekelt von sich geworfen hat, als es Mode wurde, das zu tun, um sich bei den neuen Herren anzubiedern. Wie klar ihre Sicht auf die Verhältnisse! Als hätte sie damals schon geahnt, auf welchen verhängnisvollen Weg die Salonlinken einmal die Reste jener Partei führen würden, die es gewagt hatte, einen Teil Deutschlands für 40 Jahre der Verfügungsgewalt des Kapitals zu entziehen. »Die bürgerlichen Linken waren sich immer zu fein für die Arbeit der Veränderung, sie blieben lieber bei der Interpretation der Verhältnisse, wohl wissend, dass revolutionäre Veränderung auf Schmutz, auf fremden und eigenen Schmerz, auf Statik, Widerstand und Unberechenbarkeit stößt.« Besser kann man das wohl denen nicht ins Stammbuch schreiben, die die wirkliche Veränderung hintertreiben, indem sie ums Mitverwalten »räuberischer Beziehungen« kämpfen und das für links erklären.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Manfred G. aus Hamburg Altona (11. Mai 2022 um 21:41 Uhr)
    Eine sehr interessante und authentische Autobiographie. Danke, für die Veröffentlichung. Ich wusste nicht, dass Inge Viett viel Dinge und Zusammenhänge so gut beobachten, zuordnen und erkennen konnte. Sie ist eine von wenigen BRD-Bürgern, die sich politisch und menschlich weiterentwickelt haben. Ihre Erfahrungen und Analysen sind für mich ein Gewinn für die gegenwärtige politische Arbeit. So sagt sie z. B. »Sie (BRD Linken) zogen es vor, mit ihren sozialistischen Theorien die imperialistische Wirklichkeit einschließlich sich selbst zu kultivieren. Sie kämpfen immer mit der existentiellen Nabelschnur am Kapitalismus und kennen nichts anderes.« In den 70er Jahren gab es 150 K-Gruppen in der BRD. Jede Gruppe war damit beschäftigt Theorien zu wälzen und sich abzugrenzen. Niemand hatte thematisiert, dass wir Kinder des Imperialismus mit einer faschistischen Vergangenheit sind – heute noch aktuell. ZITAT: »Sie (die Menschen in der BRD) sind aufgegangen in der Warengesellschaft und spüren nicht mehr, wie sie 24 Stunden am Tag von ihr bestimmt und belästigt werden.« Alltag und soziale Verhältnisse der Menschen in der BRD sind bestimmt vom Warenfetischismus. Ein Paar Schuhe hier, ein Auto dort, die neusten Klamotten, ein Handy, ein 60 Zoll Fernseher usw. sind deren Wünsche und bestimmen ihr Denken und Handeln. Es sind nicht die sozialen Beziehungen der Menschen untereinander, die die Hauptseite ausmachen, sondern deren Verhältnis zu Sachen und Dingen. Auf der Ebene des Warenfetischismus kann man menschliche Verhältnisse und Eigenschaften »versachlichen« und bürokratisieren, d. h. kapitalistisch verwerten. Weil wir Kinder des Imperialismus sind, kann niemand diesen Prozess abschalten. Nur zwei Dinge können diesen Prozess bewusst werden lassen, Selbstveränderung und Klassenbewusstsein. Selbstveränderung hat Inge Viett geholfen, wichtige Dinge zu erkennen. Mir persönlich gefällt die Parole: »Ich bin Arbeiter, wer ist mehr?« Warum? Weil ich klassenbewusster Arbeiter bin.

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