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Aus: Ausgabe vom 05.05.2022, Seite 16 / Sport
Fußball

Der Streit geht weiter

Sanktionspolitik: Russlands Fußballverband erwägt Gang vor Sportgerichtshof CAS
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Eben erst die Georgier geputzt, trotzdem abgestiegen: Die Sbornaja darf sich verarscht vorkommen (Spiel gegen Georgien, 1.2.2022)

Russlands Fußballverband RFU will womöglich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die ausgeweiteten Sanktionen durch die Europäische Fußballunion UEFA vorgehen. Die RFU habe ihre kategorische Ablehnung der Entscheidungen des UEFA-Exekutivkomitees zum Ausdruck gebracht, berichtete die russische Staatsagentur Ria Nowosti am Dienstag unter Berufung auf eine Verbandsmitteilung. »Die RFU wird weiterhin ihre eigenen Interessen in den bereits beim Sportschiedsgericht in Lausanne anhängigen Fällen schützen und behält sich das Recht vor, neue Einsprüche einzureichen«, zitiert die Agentur aus der Pressemitteilung.

Die UEFA hatte am Montag die Sanktionen wegen der russischen Invasion in die Ukraine konkretisiert und weiter verschärft. Russland darf sich weder für die Europameisterschaften 2028 oder 2032 bewerben noch an der Nations League oder der Frauen-EM im Sommer teilnehmen. Zudem hatte die UEFA-Exekutive beschlossen, dass in der Saison 2022/2023 weder Männer- noch Frauenteams in den europäischen Klubwettbewerben spielen dürfen.

Ungeachtet der Isolation wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine hatte Russland sich um die EM 2028 oder 2032 bemüht. Die UEFA-Exekutive erklärte die Bewerbungen für unzulässig. Begründet wurde dies damit, dass Bewerber unter anderem sicherstellen müssten, die UEFA, andere Bewerber, das Bewerbungsverfahren oder den europäischen Fußball durch ihr Verhalten nicht in Verruf zu bringen. Außerdem stehe eine Bewerbung dem Ausschluss russischer Teams von allen Wettbewerben entgegen, weil dem Gastgeber einer Endrunde ein Startplatz zustehe.

Die UEFA und der Weltverband FIFA hatten National- und Klubmannschaften aus Russland wegen des Angriffskrieges von allen Wettbewerben ausgeschlossen. In dem jüngsten Beschluss wurde zudem festgelegt, dass die Männerauswahl nicht an der Nations League teilnehmen darf und als Absteiger aus der B-Liga feststeht. Die Frauennationalmannschaft wurde von der EM vom 6. bis 31. Juli in England ausgeschlossen. Sie wird durch Portugal ersetzt. (dpa/jW)

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