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Aus: Ausgabe vom 05.05.2022, Seite 1 / Kapital & Arbeit
Tarifkonflikt

Ausweitung der Warnstreiks angekündigt

Sozial- und Erziehungsberufe: Arbeitsniederlegungen in Kitas und Ganztagsschulen
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GEW-Kundgebung am Mittwoch in Leipzig

An den Warnstreiks in weiten Teilen Deutschlands an Kitas und im schulischen Ganztagsbetrieb haben sich am Mittwoch nach Verdi-Angaben rund 26.000 Beschäftigte insgesamt beteiligt. Es war die Fortsetzung der bundesweiten Warnstreikwelle im Tarifkonflikt der Sozial- und Erziehungsberufe. Die Gewerkschaft will so den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am 16. und 17. Mai in Potsdam erhöhen.

In Nordrhein-Westfalen hatten nach einer ersten Schätzung der Gewerkschaft etwa 8.000 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt. In Niedersachsen und Bremen seien es mehr als 3.000 und im Südwesten rund 3.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewesen. In Hessen waren mehr als 3.000 Menschen an dem Warnstreik beteiligt. Viele Einrichtungen waren ganztägig geschlossen, einige Kitas boten Notbetreuung an.

Verdi und der Beamtenbund DBB fordern für die rund 330.000 betroffenen Beschäftigten der Kommunen mehr Geld und attraktivere Bedingungen. »Die Kitabeschäftigten und die Beschäftigten des schulischen Ganztags haben heute noch einmal Druck gemacht, um den Arbeitgebern zu zeigen, dass sie sich endlich bewegen und ihre Forderungen ernst nehmen müssen«, sagte Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, gegenüber dpa. »Sollten die Arbeitgeber das Signal nicht verstehen und die nächste Verhandlungsrunde kein Ergebnis bringen, werden wir die Streiks massiv ausweiten müssen.«

Auch Verdi-Chef Frank Werneke hatte zuvor länger anhaltende Warnstreiks für den Fall angekündigt, dass es beim nächsten Verhandlungstermin keinen Durchbruch gibt. Die Tarifverhandlungen waren zuletzt am 22. März ergebnislos vertagt worden. In den vergangenen Wochen hatte es bereits regional zahlreiche Arbeitsniederlegungen gegeben. Am Montag hatten Beschäftigte der Sozialarbeit ihre Arbeit niedergelegt. Am Donnerstag sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behindertenhilfe folgen. (dpa/jW)

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