Jetzt drei Wochen gratis lesen.
Gegründet 1947 Sa. / So., 25. / 26. Juni 2022, Nr. 145
Die junge Welt wird von 2640 GenossInnen herausgegeben
Jetzt drei Wochen gratis lesen. Jetzt drei Wochen gratis lesen.
Jetzt drei Wochen gratis lesen.
Aus: Ausgabe vom 30.04.2022, Seite 2 / Ausland
Krieg in der Ukraine

Ukraine fordert Garantien

Appell an Ausland. Angriff auf Kiew bestätigt. NATO-Soldaten im Einsatz
Von Ina Sembdner
2022-0UN.JPG
UN-Generalsekretär Guterres in Borodianka bei Kiew (4. v. l., 28.4.2022)

Der ukrainische Außenminister Dmitro Kuleba hat das Ausland aufgefordert, sich dazu zu äußern, welche Sicherheitsgarantien es der Ukraine zu geben bereit ist. »Die Ukraine hat ihre Atomwaffen um des Weltfriedens willen aufgegeben. Wir haben dann an die Tür der NATO geklopft, aber sie hat sich nie geöffnet. Die Welt schuldet der Ukraine Sicherheit, und wir bitten die Staaten zu entscheiden, welche Sicherheitsgarantien sie zu geben bereit sind«, sagte Kuleba am Freitag via Twitter und verwies damit auf eine der zentralen Bedingungen in den Verhandlungen mit der russischen Seite zur Beilegung des Konflikts.

Moskau bestätigte derweil, die ukrai­nische Hauptstadt während des Besuchs von UN-Generalsekretär António Guterres am Donnerstag beschossen zu haben. »Hochpräzise, luftgestützte Langstreckenwaffen der russischen Luftwaffenkräfte haben die Produktionsgebäude des Raketen- und Raumfahrtunternehmens Artjom in Kiew zerstört«, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Eine Reihe von Luftangriffen habe außerdem mehrere Umspannwerke an ukrainischen Eisenbahnknotenpunkten, unter anderem in Fastiw bei Kiew, getroffen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij waren in Kiew am Donnerstag abend fünf Raketen eingeschlagen. Unter anderem sei ein 25stöckiges Wohngebäude teilweise zerstört worden. Laut Bürgermeister Witali Klitschko wurde aus den Trümmern eine Leiche geborgen. Russlands Militär berichtete zudem, erstmals ein ­U-Boot im Schwarzen Meer für Raketenangriffe genutzt zu haben. Militärische Einrichtungen der Ukraine seien mit Raketen des Typs »Kalibr« beschossen worden.

Der Focus berichtete am Freitag unter Berufung auf ihm vorliegende Informationen davon, dass 100 Elitekämpfer des britischen Special Air Services (SAS) und US-Soldaten der Green Berets in der Ukraine aktiv seien. Die Einheiten der NATO würden mit den ukrainischen Soldaten unter anderem den Einsatz moderner Panzerabwehrlenkwaffen trainieren und sie in Sabotage und Techniken des Häuserkampfs unterrichten. Russlands oberste staatliche Ermittlungsbehörde hatte bereits vor einer Woche erklärt, einen russischen Medienbericht zu prüfen, wonach etwa 20 Sabotageexperten der britischen SAS-Spezialeinheit in der Westukraine eingesetzt worden seien.

Drei Wochen kostenlos lesen

Die Tageszeitung junge Welt stört die Herrschenden bei der Verbreitung ihrer Propaganda. Sie bezieht eine aufklärerische Position ohne Besserwisserei und wirkt durch Argumente, Qualität, Unterhaltsamkeit und Biss.

Überprüfen Sie es jetzt und testen die junge Welt drei Wochen lang (im europäischen Ausland zwei Wochen) kostenlos. Danach ist Schluss, das Probeabo endet automatisch.

Ähnliche:

  • Demnächst auf dem Weg ins Kriegsgebiet? »Marder«-Schützenpanzer ...
    29.04.2022

    Kriegsvorbereitung gebilligt

    Dokumentiert: Antrag der Fraktionen von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP für eine »umfassende Unterstützung für die Ukraine«
  • Von ihm hat das britische Bürgertum nichts zu befürchten: Labour...
    27.04.2022

    Neue Liebe für NATO

    Großbritannien: Labour-Vorsitzender Starmer nutzt Ukraine-Krieg für Kampf gegen Parteilinke und Friedensbewegung

Mehr aus: Ausland

Startseite Probeabo