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Aus: Ausgabe vom 26.04.2022, Seite 7 / Ausland
Kampf um Freilassung

Unterstützung für Assange

Brüssel: Soliveranstaltung für Journalisten
Von Ina Sembdner
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Den Druck auf die Politik erhöhen: Solidemo in Brüssel für Julian Assange (23.4.2022)

Hunderte Menschen haben am Sonnabend in der belgischen Hauptstadt Brüssel für die Freilassung von Julian Assange demonstriert. Druck sollte auf dem Place de la Monnaie vor allem auf die EU ausgeübt werden, damit Maßnahmen gegen Assanges politische Verfolgung durch die USA ergriffen werden. Unterstützt wurden die Demonstrierenden von zahlreichen prominenten Fürsprechern des in London inhaftierten Wikileaks-Gründers, die von der aktivistischen Plattform »Free Assange Wave« zusammengetrommelt wurden. Den musikalischen Auftakt gab der US-Songwriter David Rovics – »Behind these prison walls, in solitary confinement in the land of rolling hills and royalty …« – und erinnerte damit daran, dass Assange für die Veröffentlichung der Wahrheit über US-Kriegsverbrechen seit mehr als drei Jahren in Isolation im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh festgehalten wird.

Der britische Ex-Labour-Chef Jeremy Corbyn mahnte, dass wenn Assange zum Schweigen gebracht werde, dies »eine Form der Zensur für jeden Journalisten in der Welt« sei. »Die Botschaft wird lauten: Wenn du deine Meinung sagst, bringst du dich in Gefahr! Und niemand wird dich unterstützen. Aber wir sind heute hier, um genau das Gegenteil zu sagen: Wenn du die Wahrheit sagst, sind wir hier, um dich zu unterstützen!« Die britische Gewerkschafterin Deepa Driver, die den Auslieferungsprozess gegen Assange mitverfolgt hat, betonte die Bedeutung der Enthüllungsplattform: »Wikileaks hat es uns ermöglicht, uns von den wenigen Oligopolisten zu lösen, die die Printmedien kontrollierten und uns sagten, worüber wir reden und denken dürfen.« Das Schlusswort hatte Stella Assange, die sich sichtlich bewegt bei den Teilnehmenden für ihre Unterstützung bedankte.

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