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Aus: Ausgabe vom 26.04.2022, Seite 2 / Ausland
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US-Minister in Ukraine: Weitere Waffenlieferungen an Kiew angekündigt
Von Emre Şahin
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Treffen von US-Verteidigungs- und Außenminister mit dem ukrainischen Außenminister und Präsidenten in Kiew am Sonntag

Die beiden US-Minister Antony Blinken (Außen) und Lloyd Austin (Verteidigung) haben nach ihrem Besuch in der Ukraine weitere Waffenlieferungen an das Land angekündigt. Zudem sollen US-Diplomaten kommende Woche nach Kiew zurückkehren und sich um eine baldige Wiedereröffnung der Botschaft bemühen, berichtete AFP. Blinken und Austin hatten unter anderem den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij getroffen. Es war der erste Besuch von ranghohen US-Vertretern seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar.

Bezüglich der Waffenlieferungen sagte Austin, Washington werde alles tun, um der Ukraine »so viel wie möglich, so schnell wie möglich« zu geben. Er habe von Selenskij eine Liste bekommen, was das Land brauche. Diese werde er an diesem Dienstag beim Treffen mit den Verteidigungsministern der NATO-Staaten auf dem US-Militärstützpunkt in Ramstein besprechen. Denn, so Austin, die Ukraine könne gegen Russland gewinnen, »wenn sie die richtige Ausrüstung und die richtige Unterstützung hat«.

Geplant ist die Lieferung von Kriegsgerät in Höhe von 713 Millionen US-Dollar (662 Millionen Euro). Davon seien 322 Millionen US-Dollar für Kiew bestimmt, während der Rest weiteren Ländern Osteuropas zugute kommen soll. Außerdem werde die Ukraine weitere Munition im Wert von 165 Millionen US-Dollar bekommen. Somit habe Washington seit Kriegsbeginn insgesamt Waffen im Wert von 3,7 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. Täglich liefert das US-Militär mehrere Flugzeugladungen mit Waffen und Munition in die Region.

Unterdessen kündigte Russland eine Feuerpause für das belagerte Stahlwerk in Mariupol an. Nach Angaben Kiews wurde jedoch keine Einigung über Fluchtkorridore aus der Anlage erzielt. Moskau gab zudem den Abschuss zweier ukrainischer Drohnen nahe der Grenze bekannt. Die Luftabwehr habe die Drohnen am Montag im Bezirk Rylsk abgeschossen, teilte der Gouverneur der Region Kursk, Roman Starowojt, via Onlinedienst Telegram mit. Opfer oder Schäden habe es dabei nicht gegeben.

Im russischen Brjansk, das 150 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, geriet am Montag ein großes Treibstofflager in Brand. Bis jW-Redaktionsschluss äußerten sich die Behörden nicht zu den Ursachen. Die Stadt dient als Logistikstützpunkt für Russlands Krieg.

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