Zum Inhalt der Seite

USA: Schwarzer durch Polizisten erschossen

Grand Rapids. In Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan hat ein Polizeibeamter den 26jährigen Patrick Lyoya nach einer Verkehrskontrolle per Kopfschuss getötet. Dies belegen am Mittwoch von der Polizei veröffentlichte Videos. Sie zeigen eine kurze Verfolgungsjagd zu Fuß und eine Rangelei um den Taser des weißen Beamten, bevor dieser den schwarzen Lyoya auf den Boden drückt und ihm in den Kopf schießt. Am Donnerstag (Ortszeit) forderten Lyoyas Familie und deren Anwälte die Entlassung des Beamten und seine strafrechtliche Verfolgung, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Laut dem Polizeichef von Grand Rapids befinde sich der Polizist, dessen Namen er nicht nannte, in bezahltem Urlaub, während die Polizei den Vorfall untersuche. Der bekannte Bürgerrechtsanwalt Benjamin Crump, der auch die Familie des 2020 von einem weißen Polizisten ermordeten George Floyd vertritt, erklärte am Donnerstag: »Es ist eine ungerechtfertigte Anwendung tödlicher Gewalt, weil die Polizei eine Verkehrskontrolle zu einer Hinrichtung eskalieren ließ.« Staatsanwalt Chris Becker, der entscheiden wird, ob eine Anklage gerechtfertigt ist, sagte, die Öffentlichkeit solle keine schnelle Entscheidung erwarten. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.04.2022, Seite 9, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!