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Sachsen: Kein Geld mehr für LGBT-Bildungsprojekt

Leipzig. Der bildungspolitische Verein Gerede e. V. steht nach 16 Jahren Arbeit wegen der Ablehnung des Förderantrages durch die Sächsische Aufbaubank vor dem Aus. Trotz unveränderter Richtlinien soll das Engagement von 20 Ehrenamtlichen und drei Angestellten des Vereins ersatzlos gestrichen werden, weil die Mittel, die im Haushalt für das Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen« (WOS) eingestellt wurden, nicht ausreichend waren. Dies erklärte die Fraktion von Die Linke im Sächsischen Landtag am vergangenen Sonnabend in der Leipziger Zeitung. Der Verein leistet Sensibilisierungsarbeit zu sexuellen Orientierungen und Geschlechtlichkeiten an Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen in Dresden und Ostsachen. Das Schwesterprojekt Rosa Linde Leipzig e. V. ergänzte in einer Pressemitteilung vom Mittwoch, dass mit dem Förderaus die Abdeckung ganzer Landkreise nicht mehr gewährleistet sei sowie zahlreiche Anfragen zum WOS-Themenbereich »sexuelle Orientierungen und Identitäten« nicht mehr bearbeitet werden könnten. Das Sozialministerium Sachsens erklärte demnach in einer Stellungnahme auf Twitter, dass die Arbeit in diesem Bereich im kommenden Jahr durch die Vereine Rosa Linde und Different people sichergestellt werde. Eine Erhöhung der Fördermittel oder eine Außenstelle in Dresden sei allerdings nicht vorgesehen, weshalb diese Ankündigung für »einiges an Irritation im Projektverbund« gesorgt hat, wie es in der Mitteilung heißt. Andere Vereine oder Initiativen, die den Bedarf in Dresden und Ostsachsen bedienen können, sind Rosa Linde nicht bekannt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.12.2021, Seite 15, Feminismus

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