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Aus: Ausgabe vom 25.11.2021, Seite 8 / Abgeschrieben

Gewalt gegen Frauen anprangern!

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Für Sonnabend, den 27. November, ruft das Aktionsbündnis 8. März zu einer Demonstration anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen unter dem Motto »Gewalt gegen Frauen ist Alltag – We fight back« in Stuttgart auf:

Vor 40 Jahren wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen. 1999 haben die Vereinten Nationen den 25. November als offiziellen internationalen Gedenktag anerkannt.

Seit der Pandemie hat sich Gewalt gegen Frauen weiter verstärkt – oft auch durch die Lockdowns begünstigt, die Frauen die Möglichkeit nahmen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Umso wichtiger, diesen weltweiten Gedenktag zu nutzen, um auch hier in Deutschland die Gewalt gegen Frauen an diesem Tag in den Fokus zu rücken. Denn: Für viele Frauen ist Gewalt zum Alltag geworden. (…)

https://aktionfrauen.wordpress.com

Verdi erklärte am Mittwoch zum Kurzarbeitergeld:

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hält die drohenden Veränderungen beim Kurzarbeitergeld für problematisch und warnt vor einer sozialen Schieflage, falls die künftige Bundesregierung nicht eingreift. Der Wegfall der Aufstockungsregelungen sei nicht hinnehmbar. »Während die Hilfen für die Wirtschaft weiter fließen, werden die Beschäftigten in kritischen Bereichen erneut besonders hart getroffen. Deshalb muss die Ampelkoalition in den nächsten Wochen die Weichen richtig stellen, um die gesetzliche Grundlage für den Erhalt der Aufstockungen zu schaffen«, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke. (…)

Das drohende Auslaufen der Sonderregelungen zur Aufstockung des Kurzarbeitsgelds müsse unbedingt verhindert werden. »Betroffene Beschäftigte verlieren bis zu einem Viertel ihres Kurzarbeitsgelds. Die künftige Ampelkoalition muss diesen Fehler unbedingt korrigieren«, sagte Werneke. Von einem ersatzlosen Auslaufen der Regelungen wären unter anderem die Luftverkehrsbranche mit zahlreichen Berufsgruppen und Beschäftigten, aber auch Tourismus, Veranstaltungsbranche und Gastronomie und weitere Wirtschaftszweige betroffen.

Anlässlich des Jahrestags des Neonazianschlags 1992 in Mölln teilte die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein am Mittwoch mit:

Mit einer Gedenkfeier erinnerten die Familien Arslan und Yilmaz gemeinsam mit der Stadt Mölln, Kirchen, Vereinen wie der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein und vielen weiteren Weggefährten an die Opfer der Brandanschläge vom 23.11.1992. Vor 29 Jahren begingen Neonazis Brandanschläge auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in Mölln. Dabei kamen Bahide Arslan, Yeliz Arslan sowie die 14jährige Ayşe Yilmaz ums Leben. Neun weitere Menschen wurden, teils schwer, verletzt.

Wegen der Coronabeschränkungen fand die Veranstaltung dieses Jahr unter freiem Himmel statt. Die Gedenkfeier begann mit einer interreligiösen Andacht, beinhaltete anschließende Kranzniederlegungen an beiden Brandhäusern und schloss mit diversen Ansprachen und Reden. Alle Redner waren sich einig, dass der Kampf gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit geschlossen weitergeführt und die Anschläge von Mölln und ihre Opfer auch als Mahnung für die Gegenwart und Zukunft in Erinnerung gehalten werden müssen.

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