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Seenotretter bedroht, Tote an EU-Grenze

Rom. Ein Schiff der Hilfsorganisation Sea-Watch ist nach Angaben der Seenotretter von Libyens sogenannter Küstenwache im Mittelmeer mit Entführung bedroht worden. Die Helfer veröffentlichten in der Nacht auf Freitag über Twitter Aufnahmen eines Funkverkehrs, in dem dem Schiff »Sea-Watch 4« befohlen wird, seinen Kurs zu ändern. Auf die Antwort, man befinde sich in internationalen Gewässern, wurde die Aufforderung wiederholt. »Sonst nehmen wir euch mit nach Libyen! Ist das klar für euch?« ist zu hören. »Ihr kennt die Regeln in Libyen.« Derweil starben in der Nacht zu Freitag mindestens neun Asylsuchende. Bei der Flucht eines Schleuserautos vor der Polizei im Osten Griechenlands kamen mindestens sieben Insassen ums Leben, weitere acht wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer habe versucht, einer Polizeikontrolle zu entkommen, berichtete das Staatsradio ERT. Zwei Menschen starben bei dem Versuch, die Kanarischen Inseln von ­Afrika aus zu erreichen. Das Boot mit 36 Überlebenden wurde in den Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria geschleppt. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.11.2021, Seite 6, Ausland

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