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Belgien: Klage wegen Kolonialverbrechen

Brüssel. Fünf Frauen haben den belgischen Staat wegen Verbrechen gegen die Menschheit während der Kolonialzeit in der heutigen Demokratischen Republik Kongo verklagt. Die Frauen werfen Belgien vor, sie und andere Kinder entführt und in christliche Waisenhäuser gebracht zu haben. »Meine Klientinnen wurden entführt, misshandelt, ignoriert, aus der Welt gezwungen«, sagte Anwältin Michèle Hirsch am Donnerstag bei einer Anhörung vor einem Brüsseler Gericht, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die fünf Frauen wurden zwischen 1946 und 1950 im Kongo geboren, unter der Herrschaft des belgischen Kolonialstaates. Ihre Mütter waren Kongolesinnen, ihre Väter Belgier. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2021, Seite 6, Ausland

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