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Aus: Ausgabe vom 20.09.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Irdische Dinge

Am Sonntagmorgen | So., 8.35, DLF
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Wurde unerwarteterweise zum Anwalt der Dekolonisierung: UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld, dessen Todesumstände bis heute unklar sind

Der katholische Kirchenfunk »Am Sonntagmorgen« erinnert an Dag Hammarskjöld, den zweiten UN-Generalsekretär, der am 18. September 1961 bei einem Flugzeugabsturz im heutigen Sambia ums Leben kam. Doch geht es nicht um die ungeklärten Umstände seines Todes. Vielmehr wird andächtig darauf hingewiesen, dass der schwedische Diplomat »erleuchtet«, ein »moderner Mystiker« gewesen sei. Beleg ist sein 1963 postum erschienenes Buch »Wegmarken«. Die irdischen Dinge werden unterschlagen: Als Hammarskjöld 1953 UN-Chef wurde, hatte niemand geahnt, dass er als Vertreter der schwedischen Oberschicht zum Anwalt der Dekolonisierung werden würde. Dabei scheint er mit seinem Eintreten für einen geeinten Kongo sein Todesurteil unterzeichnet zu haben. Bis heute weigern sich allerdings Länder wie die USA, die auch an der Ermordung des ersten Ministerpräsidenten des unabhängigen Kongo, Patrice Lumumba, im Januar 1961 beteiligt waren, ihre Geheimdienstakten freizugeben. Und das ist keine Erwähnung wert? (jt)

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