3 Monate junge Welt für 62 €
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Aus: Ausgabe vom 14.09.2021, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau 1940

Die Rote Armee

Großer Vaterländischer Krieg

1918 gründete Leo Trotzki die Rote Armee. Stalin, der nach dem Tod Lenins 1924 an die Macht kam, fürchtete den zunehmenden Einfluss der Armee und die Popularität von Befehlshaber Marschall Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski. Aus Sorge vor der großen Macht des Heers veranlasste Stalin in den Jahren 1937 und 1938 »Säuberungen«, denen zahlreiche Offiziere und Generäle zum Opfer fielen. Als die Wehrmacht 1941 einfiel, war die Rote Armee stark geschwächt. Stalin ordnete die allgemeine Mobilmachung an. Im November 1941 standen die Deutschen vor den Toren Moskaus. General Georgi Schukow gelang es im letzten Moment, sie zum Rückzug zu zwingen. Zweiter Teil im Anschluss. F 2021.

Arte, 20.15 Uhr

Zuhause im Wald

Leben abseits der Zivilisation

Marc und Günther haben ihren Traum verwirklicht. Ihr radikaler Lebensentwurf hat aber auch Schattenseiten. Dennoch halten sie an ihrem Zuhause im Wald fest. Marc hat nach einem Burnout der Zivilisation den Rücken gekehrt. Günther lebt seit 60 Jahren allein im Wald. Kamerateams haben die Männer, die sich für ein Leben im Einklang mit der Natur entschieden haben, begleitet. Ist er ja Traum vieler Menschen. D 2021.

ZDF, 22.15 Uhr

Slahi und seine Folterer: Guantanamo

Mohammedou Ould Slahi war 14 Jahre lang im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay interniert. Immer wieder wurde er dort gefoltert. Während seiner Gefangenschaft schrieb Slahi ein Tagebuch, das später zu einem internationalen Bestseller und verfilmt wurde. Nach Slahis Entlassung und seiner Rückkehr in seine Heimat Mauretanien begann ein Investigativreporter, nach Slahis Peinigern zu suchen. Sie reagieren sehr unterschiedlich. D 2021.

Das Erste, 22.50 Uhr

Selma

Der Film rekapituliert einen im März 1965 von Martin Luther King jr. initiierten Protestmarsch der Bürgerrechtsbewegung von Selma in Alabama in die Hauptstadt Montgomery. Den Menschen wurde klar, dass Rechtlosigkeit bis hin zum Lynchmord den Alltag der Schwarzen im US-amerikanischen Süden bestimmt. GB/USA/F 2014.

3sat, 22.55 Uhr

Stadt/Land: Der große ­Graben

In Polen galt der ländliche Teil als rückständig, wurde belächelt – und hat sich gewehrt. Die Wahl der PiS ist ein übler Rechtsrutsch. Aber: Die Partei schafft es, die Landbevölkerung anzusprechen. Das muss beschäftigen – auch die Linke.

Arte, 23.00 Uhr

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Ralf S. aus Gießen (13. September 2021 um 21:19 Uhr)
    Die Rote-Armee-Dokumentation kann man sich auch in der Arte-Mediathek ansehen. Alles in allem aber sehr trocken und natürlich in keinster Weise die Rote Armee in positivem Licht darstellend, wie von einer Arte-Dokumentation auch nicht anders zu erwarten. Stichworte: Kannibalismus in der Roten Armee, Wodka hatte bei der Versorgung der Soldaten Vorrang gegenüber Lebensmitteln, organisierte Massenvergewaltigungen, Plünderungen, noch mehr Vergewaltigungen (es geht einmal um Vergewaltigungen im russischen Bürgerkrieg und später noch mal um Vergewaltigungen an deutschen Frauen). Die Schlachten, die Siege der Roten Armee vor Moskau, Stalingrad werden so extrem kurz, oberflächlich und trocken abgehandelt (die Schilderung von Vergewaltigungen und Greueltaten nimmt mehr Raum ein als die Schlacht um Stalingrad), dass ja keinem Zuschauer in den Sinn kommen soll, die Rote Armee hätte Großartiges oder gar Heldenhaftes geleistet, das man bewundern könnte. Und selbstverständlich fällt im Schnitt alle vier Minuten der Begriff »Propaganda« (sowjetische/russische natürlich). Am Schluss nimmt man sich auch noch mal die Zeit zu erläutern, wie beim berühmten Foto des Rotarmisten, der die Sowjetfahne über dem Reichstag hisst, die zweite Uhr vom Arm des einen Rotarmisten wegretuschiert wurde, ein Beleg für noch mehr Plünderungen. Es ist wirklich so, als würde man den Zuschauern einhämmern wollen, dass an dem Sieg der Roten Armee überhaupt nichts Heldenhaftes oder Positives war, dass es nur eine Bande von Plünderern und Vergewaltigern war. Den zweiten Teil hab ich mir nach dem ersten Teil nicht mehr angesehen ...
    • Leserbrief von Onlineabonnent/in Franz S. (14. September 2021 um 14:44 Uhr)
      Vielen Dank für die Info! Sie schreiben richtig: »... wie von einer Arte-Dokumentation auch nicht anders zu erwarten.« Diese Erkenntnis ist offensichtlich noch nicht bis in die Fernsehredaktion der jW durchgedrungen, sonst würde sie solche Sendungen, die Verdummung und Antikommunismus fördern, nicht empfehlen. Und wenn man davon ausgeht, dass der verantwortliche Redakteur (oder die verantwortliche Redakteurin) dieses Machwerk vorher in der Mediathek angesehen hat, dann macht das die Sache nur noch schlimmer.
      • Leserbrief von Onlineabonnent/in Matthias M. (14. September 2021 um 19:18 Uhr)
        Ja, bei Arte gibt es eine ganze Menge guter Dokus (über die Arbeiterbewegung, über Anarchie/Anarchismus, über Dekolonialisierung), aber wenn's drauf ankommt, sind sie bei Dokus und auch durchaus bei den Nachrichtensendungen gerne stramm transatlantisch.

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