Zum Inhalt der Seite

Bericht: Exvernehmer aus Guantanamo gesteht Folter

Berlin. Ein ehemaliger US-Militärangehöriger hat Medienberichten zufolge Folter im US- Gefangenenlager Guantanamo zugegeben. »Was ich gemacht habe, war Folter. Zu 100 Prozent. Kein Zweifel«, sagte der Mann, der in Guantanamo für Verhöre zuständig war, laut Berichten von NDR und Zeit vom Donnerstag. Er habe zum sogenannten Special Projects Team gehört, das im Sommer 2003 den Auftrag hatte, den Gefangenen Mohamedou Ould Slahi zum Reden zu bringen. Dieser wurde verdächtigt, mehrere in die Anschläge am 11. September 2001 involvierte Piloten rekrutiert zu haben. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.09.2021, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!