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Aus: Ausgabe vom 31.07.2021, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Psari Plaki

Von Maxi Wunder

Am 29. Juli ist der Komponist, Schriftsteller und Politiker Mikis Theodorakis 96 geworden. Herzliche Grüße nach Athen! Zum freudigen Anlass ein griechisches Menü.

Erster Gang: Soupa avgolemono. Dies ist ursprünglich eine Eier-Zitronen-Suppe mit Hühnerfleisch- oder Hackbällcheneinlage. Da unser Menü im zweiten Gang aber schon Tier enthält, kommt hier eine leichtere, vegane Variante: Eine mittelgroße, geviertelte Zwiebel und drei kleingeschnittene Karotten in etwas Olivenöl fünf bis sechs Minuten anbraten. Drei feingehackte Knoblauchzehen dazugeben und für eine weitere Minute anbraten. Anderthalb Liter Gemüsebrühe hinzufügen und zum Kochen bringen. 850 Gramm Kichererbsen aus der Dose und 100 Gramm Reis unterrühren, die Hitze reduzieren und für etwa 15 Minuten al dente kochen. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. 80 Gramm Tahini-Paste und den Saft von drei Zitronen in einer Schüssel gut vermengen und nach und nach in die Suppe einrühren. Eine Handvoll Spinat in den Topf geben und kurz umrühren. Mit Salz, Pfeffer und frischem Dill abschmecken.

Zweiter Gang: Psari Plaki – gebackener Fisch. Zwei Goldbarschfilets mit Zitronensaft beträufeln und in eine gefettete und angewärmte Auflaufform legen. Ein bisschen Platz zwischen den Fischen lassen. Zwei Zwiebeln und zwei Knoblauchzehen kleinhacken, in Olivenöl leicht anbräunen, mit Salz, Pfeffer und einem TL Oregano mischen und auf den Filets verteilen. Wer es paniert mag, fügt Semmelbrösel hinzu. Die Form mit Tomatenstücken und dünn abgeschälter Biozitronenschale zwischen den Fischen auffüllen. Auf jedes Filet eine Tomaten- und eine Zitronenscheibe legen, alles mit Butterflocken bedecken und bei 180 Grad Umluft 30 bis 40 Minuten lang im Ofen backen. Als Beilage Petersilienkartoffeln.

Dritter Gang: Karidopita – saftiger Walnusskuchen. 125 Gramm Butter leicht erwärmen und rühren, bis sie cremig wird. Eine dreiviertel Tasse Zucker und ein Päckchen Vanillezucker dazugeben, dann vier Eier nacheinander einrühren sowie eine dreiviertel Tasse Mehl, zwei TL Backpulver, eine Prise Salz, eine dreiviertel Tasse geriebene Walnüsse und ein Viertel einer Tasse Milch. Nach jeder Zugabe die Masse rühren, bis die Zutat vollständig aufgenommen und glatt verteilt ist. Diesen Teig in eine gebutterte Kastenform gießen und im vorgeheizten Ofen bei maximal 220 Grad 35 Minuten backen. Inzwischen den Zuckersirup zubereiten: Eine halbe Tasse Zucker in einer halben Tasse Wasser mit einem EL Zitronensaft zehn Minuten lang kochen, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Nach Geschmack mit Honig, Zimt, Nelkenpulver und Anislikör verfeinern und über den noch heißen Kuchen gießen.

Theodorakis wurde auf der nordägäischen Insel Chios geboren, auf der seit dem 1. Jahrhundert unserer Zeit Mastix angebaut wird, ein wesentlicher Grundstoff für Kaugummi, Zahnpasta, Kosmetik, Firnis, Klebstoff, Geigenlack und Raki. Der Mastixpistazienbaum ist ein niedriger Strauch mit langen Zweigen und einem gebogenen Stamm. Bei der Harzernte im Sommer wird seine Rinde eingeritzt, wohlduftendes Harz tropft herab, die »Mastixtränen«. Der Legende nach begann der Baum zu weinen, als der heilige Isidoros auf Chios von den Römern gefoltert wurde.

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