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Ausrastende Insassen

Von Rafik Will
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Kaum Inhalte: »Querdenken«-Demonstranten im Oktober 2020

AnniKa von Trier zieht im autofiktionalen Performancehörspiel »Wer Wagenitz, der nichts gewinnt« (RBB 2019; Di., 20 Uhr, DLF) als Stipendiatin auf Schloss Wiepersdorf ein. Auf der Suche nach dem großen literarischen Wurf trifft sie auf die einstmalige Hausherrin Bettine von Arnim sowie auf Jenny Marx und die Dadaistin Hannah Höch. Abendgeschichten über Sexualität und ihre unterschiedlichen Spielarten gibt es dann in  »Sex*Work*Sonstige*Extra*: Der Plan ist Vol. 5« (Di., 22 Uhr, Radio Blau).

Von der Featureautorin Susanne Franzmeyer und Andreas Genschmar stammt das Stück »Zirkus Corona« (DLF Kultur 2021; Ursendung Di., 22 Uhr, DLF Kultur), in dem es um Genschmars (alias Rebel One) Engagement gegen die Ideologie der »Querdenker« geht; anschließend läuft von Ingo Kottkamp »Kassettenlieferung – Hendrik Nijmeijer und seine Dokumentarhörspiele« (DLF Kultur 2020) – hier wird unverhofft eingesandtes Material vorgestellt. Zum  »Salon der Zukunft« (Mi., 18 Uhr, Radio Blau) sind bei Liliana Osorio de Rosen und Muriel Hähndel zwei Gäste eingeladen: der Regisseur ­Marco ­Gadge und die Umweltaktivistin Janine O’Keefe. Letztere berichtet über ihre Aktivitäten bei »Fridays for ­Future«.

Worüber sich lachen lässt und worüber nicht, diskutieren Tino Kühn, Falk Rößler und Nils Weishaupt in »Witzig!« (DLF Kultur 2021; Mi., 22 Uhr, DLF Kultur) und schauen dabei auf das Gebiet der Comedy. Im Vortrag von und der Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann unter dem Titel  »Ausrastende Insassen – Coronakrise, Kapitalismus und Konformistische Rebellion« (Do., 9 Uhr, FSK) wird die Uninformiertheit über den Kapitalismus bei »Querdenkern« in den Fokus genommen.

Die NATO hat sich aus Afghanistan verabschiedet und überlässt das Land nach zwanzig Jahren Krieg sich selbst. In Holger Siemanns »Mord am Hindukusch« (WDR 2013; Fr., 19 Uhr, WDR 3 und Wdh. Sa., 17 Uhr, WDR 5) geht es noch einmal zurück in die 2010er Jahre; es wird der mutmaßliche Suizid eines Bundeswehrsoldaten unter die Lupe genommen.

Auf die Suche nach einer besseren Welt begibt sich mit KI-Unterstützung die Gruppe Alien Productions. »Performing Utopia – eine Radiooper« (ORF 2021; Fr., 21 Uhr, Bayern 2) lässt die Computer ausrechnen, wie die ideale Utopie aussieht. In Irene Lehmanns Vortrag »Politik und Ästhetik in Luigi Nonos experimentellem Musiktheater« (Sa., 10 Uhr, FSK) geht es dann um das revolutionäre Potential der Neuen Musik. Einen umfassenden Blick auf Stanislaw Lem wirft Sven Ahnerts Feature »Baustelle Kosmos« (WDR 2021; Sa., 12 Uhr und Wdh. So., 15 Uhr, WDR 3).

Ralf Homann und Mareike Maage widmen sich zum Abschluss ihrer Featureserie »Kunst und Politik – Von Documenta bis Restitution« (RBB 2021; 4/4 Sa., 14 Uhr, RBB Kultur) dem Thema der Raubkunst. Um Kamera- und Satellitenaugen im Krieg dreht sich Edgar Lipkis »Battle Field Eye« (WDR 2001; Sa., 18 Uhr, DLF Kultur). Was sich in der Provinz so tut, erkundet Hermann Bohlens Hörspiel »Hahnenkampf in Quitzow« (RBB 2021; Ursendung Teil 1/2 So., 14 Uhr, RBB Kultur), mit Wassermangel als Geschäftsidee setzt sich Martin Mosebachs »Das Wasser in Capri« (HR 2000; So., 16 Uhr, HR 2 Kultur) auseinander, und Joseph Conrads  »Der Geheimagent« (WDR 2016; Teil 1/2 Mo., 22 Uhr, DLF Kultur) lässt eine verdeckte Operation gegen britische Anarchisten zu Beginn des vorigen Jahrhunderts laufen.

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