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Aus: Ausgabe vom 22.07.2021, Seite 16 / Sport
Olympia

Reine Formsache

Brisbane wird Austragungsungsort der 35. Olympischen Sommerspiele im Jahr 2032
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Schon vor der Entscheidung des IOC ging die Party los: Brisbane feiert die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2032

Vor der Eröffnung der Spiele von Tokio gab es tatsächlich nur strahlende Gesichter: Die australische Millionenstadt Brisbane ist in einer perfekt inszenierten Krönungsmesse von der 138. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zum Gastgeber der 35. Olympischen Sommerspiele und die 19. Paralympics im Jahr 2032 gekürt worden.

Die Wahl der IOC-Mitglieder im Tokioter Luxushotel Okura war reine Formsache. IOC-Präsident Thomas Bach hatte mit seiner Exekutive alles in die Wege geleitet und die Bewerbung bereits im Frühjahr als »unwiderstehlich« gepriesen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht, und auch wenn IOC-Sprecher Mark Adams versuchte, Spannung zu erzeugen, waren die Feierlichkeiten in Brisbane vor der Entscheidung längst im Gange.

Vier Jahre nach der Doppelvergabe der Spiele 2024/2028 hat Thomas Bach damit erneut einen effektiven Weg gefunden, Planungssicherheit zu schaffen. Die Entscheidung fiel zugunsten eines Gastgebers, der im Vorfeld kaum ­Negativschlagzeilen produzieren dürfte und mit vergleichsweise günstigen und nachhaltigen Spielen den Gigantismus der Vergangenheit vergessen machen soll. Brisbanes Bewerbung, die sich der Unterstützung des australischen IOC-Vize und Bach-Vertrauten John Coates sicher sein durfte, wurde Ende Februar von der »Future Host Summer Commission« dem IOC wärmstens empfohlen. Die Spitze der Ringe-Organisation trat darauf mit Brisbane in einen »zielgerichteten Dialog«, was praktisch dem Zuschlag gleichkam.

»Es ist keine Entscheidung gegen die anderen Kandidaten, es ist eine Entscheidung für eine Kandidatur«, sagte Bach. Die anderen Interessenten, darunter die deutsche Initiative Rhein-Ruhr-City oder Katars Hauptstadt Doha, Jakarta in Indonesien, Budapest oder Madrid fühlten sich vor den Kopf gestoßen. Bach aber hob die vermeintlichen Vorteile dieser Vorgehensweise hervor: »Wir haben nun einen Pool an interessierten Kandidaten für die Spiele 2036 und 2040.« (sid/jW)

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