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Aus: Ausgabe vom 19.07.2021, Seite 8 / Abgeschrieben

Solidarität mit Kuba ist Solidarität mit den Kubanerinnen und Kubanern

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Solidaritätskundgebung vor der kubanischen Botschaft in Berlin am 14. Juli

Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba rief am Sonntag zur Solidarität mit Kuba auf:

Am vergangenen Sonntag, dem 11. Juli, gingen in mehreren Orten Kubas Hunderte Menschen auf die Straße, um gegen Versorgungsmangel und auch zum Teil gegen die Regierung zu demonstrieren. So fand eine weitere, gegen das sozialistische Kuba gerichtete Kampagne ihren Höhepunkt. In »sozialen Medien« war und wird von den USA aus und mit Hilfe ausgeklügelter Technik zu »humanitärer Hilfe« für Kuba aufgerufen. Dies angesichts einer durch die US-Blockade und die Coronapandemie verschärften Versorgungslage. Die weiteren 243 gegen Kuba gerichteten Maßnahmen durch US-Präsident Donald Trump wurden bis heute durch die Biden-Regierung nicht aufgehoben. Für Biden stand das Thema Kuba »nicht auf der Agenda«. Jetzt zeigt sich: Die US-Regierung will Kuba wieder unter ihre Kontrolle bringen und endlich die »Ernte« von über 60 Jahren Blockade, von Terroranschlägen, Wirtschaftskrieg und Sabotage einfahren.

Auch die deutsche Regierung, in Person von Außenminister Heiko Maas, stößt in das Horn der US-Administration. Das Ziel: endlich die kubanische Regierung destabilisieren, Kuba endlich »von der Diktatur zu befreien« – Ziel seit Beginn der Kubanischen Revolution, seitdem die Blockade besteht. Diese Blockade erschwert Kubas Zugang zum Weltmarkt außerordentlich, einschließlich dem Kauf von Lebensmitteln und medizinischem Gerät, wie zum Beispiel Beatmungsgeräten.

Tausende Kubanerinnen und Kubaner zeigten ihre Ablehnung der konterrevolutionären Versuche eines »weichen Putsches«. Sie gingen mit der Nationalfahne und rot-schwarzen Fahnen des »26 de Julio« für die Souveränität, für Nichteinmischung in ihre ureigensten Angelegenheiten auf die Straße. (…)

Der Verein »Berlin Postkolonial« protestierte am Sonnabend gegen die Eröffnung des Humboldt-Forums im Neubau des Berliner Schlosses:

Am 20. Juli 2021 eröffnet um 14 Uhr das Humboldt-Forum im Berliner Schloss. Seit seiner Grundsteinlegung im Juni 2013 haben wir uns im Rahmen der breiten Bündniskampagne »No Humboldt 21!« gemeinsam mit vielen anderen Organisationen für einen Baustopp engagiert. Unser Ziel war es, Raum und Zeit zu schaffen, um die mit dem Prestigeprojekt verbundenen drängenden Fragen zu unserer globalen Geschichte und Gegenwart in der breiten Öffentlichkeit kritisch diskutieren zu können.

Unsere Forderung nach einem Moratorium wurde bekanntlich ignoriert. Umso mehr freuen wir uns, dass die von uns gewünschte Debatte zur menschenverachtenden Botschaft des Humboldt-Forums im Laufe der Jahre immer breiter und tiefgehender geworden ist. Als Medienschaffende hatten und haben Sie daran einen wesentlichen Anteil, dafür möchten wir uns bei Ihnen bedanken!

Wir würden uns freuen, Sie bei der von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen gemeinsam geplanten Protestkundgebung am 20.7. um 13 Uhr im Lustgarten vor dem Schloss begrüßen zu können. (…)

Wir werden am 20.7. gegen die Ausstellung von Kulturschätzen aus kolonialen Kontexten im Berliner Schloss protestieren und statt dessen die Rückführung geraubter menschlicher Gebeine sowie die Umwandlung des Humboldt-Forums in einen Lern- und Erinnerungsort zu Kolonialismus, Imperialismus und Widerstand fordern.

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