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17.07.20211 Leserbrief
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NATO hat Militäreinsatz in Afghanistan beendet
Brüssel. Das Kriegsbündnis NATO hat seinen Militäreinsatz in Afghanistan nach knapp zwei Jahrzehnten still und leise beendet. Wie der Deutschen Presseagentur in Brüssel am Freitag von mehreren Diplomaten und Militärs bestätigt wurde, stehen die derzeit noch im Land stationierten Soldaten aus Staaten wie den USA und der Türkei mittlerweile vollständig unter der Führung der nationalen Kommandoketten. Der bislang blutigste Militäreinsatz des Bündnisses sei damit de facto Geschichte, hieß es. Allein die US-amerikanischen Streitkräfte verloren am Hindukusch mehr als 2.300 Soldaten. Die Bundeswehr beklagte 59 Opfer. Von August 2003 bis Dezember 2014 führte das Bündnis die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe (ISAF) in dem Land. Diese bestand in Spitzenzeiten aus mehr als 130.000 Soldaten. Sie war oft auch in Kämpfe der afghanischen Regierungstruppen gegen die militant islamistischen Taliban einbezogen.(dpa/jW)
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Horst Jäkel aus Potsdam 19. Juli 2021 um 16:17 UhrWerter Herr Bundespräsident! Am 6. Juli trafen bei mir zwei »Bettelbriefe« ein: einer von den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern und einer vom St.-Josef-Indianerhilfswerk. Vor einiger Zeit habe ich dafür eine kleine Geldspende gegeben. Nun bekomme ich jeden Monat circa einen »Bettelbrief«. Ich frage mich: Kann im reichen Land USA den hungrigen Lakota-(Sioux-)Kindern nicht genügend Essen gegeben werden? Wollen die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer Reitstunden, Judoanzüge, Fußballausrüstungen finanzieren? Wenn ich bedenke, dass der 20 Jahre dauernde Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan mehr als zehn Milliarden Euro verschlungen hat, dann schlage ich vor, die Militärausgaben drastisch zu kürzen und das freiwerdende Geld für Kinderförderung, sozial sinnvolle ausgaben, für Kultur, Sport, Umweltschutz (Baumschutz, Insektenschutz, Vogelschutz, Reinhaltung der Gewässer – Flüsse, Seen, Meere –, Förderung der klimafreundlichen Energiequellen …) zu verwenden. Dr. Eckart von Hirschhausen, Sven Plöger und andere haben mit ihren Büchern – »Mensch, Erde!« und »Zieht euch warm an, es wird heiß!« – die Probleme klar benannt. Bei dieser Gelegenheit bitte ich Sie, darauf Einfluss zu nehmen, dass die BRD endlich den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO vom 7. Juli 2017 unterzeichnet und unterstützt.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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