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Aus: Ausgabe vom 12.06.2021, Seite 2 / Ausland
Politikertreffen

China im Visier

G7-Gipfel: »Industrienationen« geben sich vor Treffen gemeinschaftlich
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»Crack the crisis«-Aktion von NGOs mit aufgeblasenen Konterfeis von Biden und Johnson in Carbis Bay am Freitag

Im südenglischen Cornwall hat am Freitag nachmittag das G7-Gipfeltreffen der »führenden Industrienationen« begonnen. Zu den dreitägigen Beratungen in Carbis Bay kamen die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, Japan und den USA zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie wieder persönlich zusammen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte kurz vor Beginn des Gipfels, sie erhoffe sich von dem Treffen »sehr gute Ergebnisse« vor allem in bezug auf die Überwindung der Coronapandemie sowie die Impfpolitik. Die G7-Staaten könnten bei ihrem Gipfel zeigen: »Wir denken nicht nur an uns, sondern wir denken auch an diejenigen, die noch keine Chance haben, geimpft zu werden«, sagte Merkel weiter. Damit bezog sich die Kanzlerin vor allem auch auf afrikanische Länder, die von den reichen Staaten bislang weitgehend ignoriert wurden und hauptsächlich aus China mit Vakzinen versorgt worden sind.

Zuletzt war der Druck auf die reichen Staaten gestiegen, ihre Impfstoffe mit ärmeren Ländern zu teilen. Die vom Gastgeber Großbritannien angekündigte Spende der G7-Teilnehmer von insgesamt einer Milliarde Impfstoffdosen für ärmere Länder kritisierten Hilfsorganisationen jedoch als zu gering. Sie forderten darüber hinaus eine Aufhebung des Patentschutzes für Impfstoffe, die Weitergabe von Technologie zur Impfstoffproduktion und Investitionen in regionale Produktion weltweit.

Biden, für den es der erste internationale Gipfel seit Beginn seiner Amtszeit ist, twitterte kurz vor Beginn, er freue sich, »unser Engagement für den Multilateralismus zu verstärken und mit unseren Verbündeten und Partnern zusammenzuarbeiten, um eine gerechtere und integrativere Weltwirtschaft aufzubauen«.

Der britische Premierminister Boris Johnson sprach bei der Eröffnung des Gipfels von einer »riesigen Chance«, nach der Pandemie als G7 den Wiederaufbau besser zu machen. Merkel erklärte, sie freue sich, Biden in seiner Rolle als US-Präsident zum ersten Mal persönlich begegnen zu können. »Denn er repräsentiert das Bekenntnis zu Multilateralismus, das uns doch in den letzten Jahren gefehlt hat.« Die G7-Staaten wollten deshalb »ein starkes Wort für den Multilateralismus sagen, auch für den wertebasierten Multilateralismus«. Dies werde zu einer »Auseinandersetzung mit Russland« und teilweise auch mit China führen, erklärte Merkel. Allerdings sei die Zusammenarbeit mit allen und auch mit China gerade beim Klimaschutz notwendig.

Am Freitag lag der Schwerpunkt der Beratungen beim G7-Gipfel zunächst auf der wirtschaftlichen Erholung von der Pandemie und besseren Bildungschancen für Mädchen. Am Sonnabend dominieren die Themen Wirtschaft und Außenpolitik sowie Gesundheit und der Umgang mit der Pandemie den Gipfel. Am Sonntag liegt ein Schwerpunkt auf dem Klimawandel. (AFP/jW)

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