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Wien: Entschuldigung für Justizverfolgung

Wien. Österreichs Justizministerin Alma Zadic hat sich stellvertretend für die Justiz des Landes für die einstige strafrechtliche Verfolgung von Homosexuellen entschuldigt. »Ich möchte mein tief empfundenes Bedauern für das Leid und das Unrecht, das ihnen widerfahren ist, ausdrücken«, sagte die Grünen-Politikerin Zadic am Montag in Wien. »Diese Menschen wurden von Institutionen, die sie eigentlich hätten schützen sollen, in ihrer Würde und in ihrem Menschsein verletzt.« Nach Angaben des Historikers Andreas Brunner waren in Österreich von 1950 bis 1971 mehr als 13.000 Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung verurteilt worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2021, Seite 15, Feminismus

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