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Aus: Ausgabe vom 11.06.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Nicht alle freut’s

Ab 21 | Mi., 21 Uhr, Deutschlandfunk Nova
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Es gibt auch Menschen, die soziale Distanz als wohltuend empfinden (Stuttgart, 27.7.2017)

Endlich wieder unter Leute, so scheint die einhellige Meinung zu sein, seit erste Lockerungen der Pandemiemaßnahmen auf den Weg gebracht wurden. Aber es gibt jene unter uns, die soziale Nähe als Stress empfinden und sich eigentlich ganz gut eingerichtet hatten im Shutdown. So erzählte es auch Marie in der Sendung »Ab 21« bei Deutschlandfunk Nova und ist der Meinung: »Mit Lockdown war irgendwie schöner.« Das nahende Ende empfindet sie eher als »unterschwellige Bedrohung« und fürchtet, »wieder implizit Verpflichtungen« ausgesetzt zu sein. Alle Leute würden erwarten, dass man sich sofort wieder treffe, aber das will Marie eigentlich gar nicht und hat dann das Gefühl, sich erklären zu müssen. In unserer auf soziale Anerkennung ausgelegten Gesellschaft sind Menschen, die sich selbst genügen, eben nicht vorgesehen. Vorsicht ist geboten, wenn die Schwelle zu einer Angststörung überschritten wird. Die lange Phase der Kontaktlosigkeit habe solche Ängste begünstigt, erklärte Psychologe André Wannemüller. (si)

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