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Aus: Ausgabe vom 26.05.2021, Seite 8 / Ansichten

Gegenddarstellung: Peter Borak

Von Verlag, Redaktion und Vorstand LPG junge Welt eG
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Zubeißen und nicht mehr loslassen. Dieses Motto, geradezu ein Befehl an sich selbst, bringt die Energie und die Ausdauer zum Ausdruck, die in Peter Borak stecken. Irgendwann nach 1990, nach Jahren der Tätigkeit als Verkäufer an irgendwelchen Ständen auf dem Gebiet der abgewickelten DDR, war der Kommandeur der NVA diese Arbeit leid. Zuzusehen, wie die DDR über den Tisch gezogen wurde und Großdeutschland wieder Kriege wie den in Jugoslawien mit anzettelte, das war für einen geschichtlich Gebildeten, den Werten des sozialistischen Staates Verpflichteten wie ihn nicht zum Aushalten. 2002 findet Peter den Weg in die Anzeigenabteilung der jungen Welt und mehrt mit Erfolg die dringend notwendigen Einnahmen. Schon bald übernimmt er die Leitung des Ressorts.

Sein enormes organisatorisches Talent bringt ihn 2007 in die Stellung des Leiters des Verlags 8. Mai. Die Gewinnung neuer Leserkreise, die Segeltörns an der Ostsee mit Verteilaktionen in den Anlegehäfen, die jW-Auftritte auf UZ-Pressefesten in Dortmund und auf Kuba-Fiestas in Berlin, die Organisation der Rosa-Luxemburg-Konferenzen, die geradezu stabsmäßig geplanten Verteilaktionen am 1. Mai und zu Protesten gegen G7-, G8- und G20-Gipfel, seit einigen Jahren für das Magazin Melodie & Rhythmus verlegerisch verantwortlich – all das sind Beispiele für seine Ausdauer und Energie. Seit 2011 ist Peter stellvertretender Geschäftsführer, daneben im Vorstand der jW-Genossenschaft.

Doch besteht das Leben nicht allein aus junge Welt. Der Mann ist Vater einer vielköpfigen Kinderschar, hat gewickelt, die Hausaufgaben betreut und, und, und. Seiner Frau half er lange Jahre in deren Arztpraxis. Vierzehn Stunden am Tag waren da nichts. Heute genießt Peter die Zuneigung seiner vielen Kinder und Enkel. Im Verlag hingegen gibt es kein Ausruhen. Neue Ziele sind gesteckt, Peter hat sie mitentwickelt, beißt zu und lässt nicht los, bevor wir sie erreicht haben. Alles Gute zum 65.!

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Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Jörg U. aus Lichtenau OT Niederlichtenau (26. Mai 2021 um 09:24 Uhr)
    Auch von mir unbekannterweise herzliche Glückwünsche! Jeder an seinem (neuen) Kampfplatz! Vieles kommt mir durch die eigene Biographie vertraut vor.

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