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Aus: Ausgabe vom 05.05.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Lohnender Krieg

Interview | Dienstag, 8.15 Uhr, DLF
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Auf verlorenem Posten: Soldat der NATO-Besatzungsmacht in Afghanistan (2015)

Reinhard Erös war Oberstarzt der Bundeswehr. Die verließ er nach Beginn der »Landesverteidigung am Hindukusch« und baute die »Kinderhilfe Afghanistan« in einem »Hotspot« der »Religiösen«, der Taliban, auf: 30 Schulen mit 2.000 Mitarbeitern. Nie sei einer bedroht, verletzt oder getötet worden, weil er stets mit jenen gesprochen habe. Der zum »Kreuzzug« verklärte Krieg des Westens habe »ins Nichts« geführt. Die Einheimischen sagten: »Wenn Allah eine Nation bestrafen will, lässt er ihre Truppen nach Afghanistan marschieren.« Die Bilanz: 200.000 tote Afghanen und 3.500 tote Westler. In Wallung gerät Erös, als DLF-Moderator Tobias Armbrüster etwas vom »Ziel Demokratie« stammelt. Es sei stets nur um Verhinderung von Anschlägen im Westen gegangen. Allerdings: Bei keinem Großattentat waren Afghanen dabei. Heute seien 40 Prozent der Bevölkerung chronisch unterernährt. Armbrüster: Aber eine »demokratisch gewählte Regierung«. Da hat sich der Krieg gelohnt. (asc)

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