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Gegründet 1947 Sa. / So., 12. / 13. Juni 2021, Nr. 134
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Aus: Ausgabe vom 30.04.2021, Seite 16 / Aktion
Über uns

Was für ’ne Zeitung!

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Verteilung der jungen Welt während der 1.-Mai-Demonstration des DGB 2019 in Berlin

Liebe Leserinnen und Leser,

die heutige Ausgabe der jungen Welt erreicht über Abonnements und Kioskverkauf hinaus viele tausend weitere Menschen: Zum einen werden rund 18.000 Exemplare dieser Ausgabe an 80 Orten zusätzlich rund um den 1. Mai herum verteilt, zum anderen lesen zur Zeit fast 3.000 Probeleser die junge Welt, in den meisten Fällen zum ersten Mal. Wir wollen deshalb die Gelegenheit nutzen, um an dieser Stelle etwas über diese Zeitung zu erzählen.

Wem gehört die junge Welt?

Die Zeitung ist im Besitz der Genossenschaft ihrer Leserinnen und Leser und produziert mit rund 65 Personen (Verlag und Redaktion) in Berlin werktäglich eine gedruckte überregionale Zeitung, die auch online erhältlich ist. Ihre Unabhängigkeit von Parteien, Kirchen, Unternehmen und Verbänden nutzt sie ganz bewusst, um im Interesse der arbeitenden oder erwerbslosen oder rentenbeziehenden Menschen zu berichten. Das macht diese Zeitung bei manchen Unternehmern und Politikern nicht sonderlich beliebt, weshalb wir regelmäßig mit Prozessen und Drohungen überzogen werden, wie zuletzt etwa von einem deutschen Minister, einem Wohnungskonzern, einem Tiergroßschlächter, einem Biolebensmittelkonzern, einer ehemaligen Bankenchefin oder von einem weltweit agierenden Spekulanten und Bankrotteur.

In wessen Interesse?

Trotzdem bleibt die junge Welt bei diesem grundsätzlichen Standpunkt, auch bei ihrer internationalen Berichterstattung: Wir stehen auf der Seite der afrikanischen Bauern, die vom deutschen Kaffeebaron aus Hamburg von ihren Ländereien vertrieben wurden – und werden umgehend auch von diesem wegen unserer Berichterstattung juristisch angegriffen. Wir stehen in Wort und Tat auf der Seite der kubanischen Bevölkerung, die unter der jahrzehntelangen Blockadepolitik der US-Regierungen zu leiden hat, nur weil sie sich deren Demokratiemodell nicht aufzwingen lassen will. Deshalb unterstützen wir aktiv die Kampagne »Unblock Cuba!«

Zeitung gegen Kriege

Und wir wenden uns grundsätzlich gegen Kriegsvorbereitung und Militäreinsätze, vor allem die mit deutscher Beteiligung! Dazu gehört für uns auch, dass wir uns an der zur Zeit üblichen Hetze und einseitigen Berichterstattung vor allem über China und Russland nicht beteiligen: Wir legen offen, dass damit die Bevölkerung auf die nächsten Kriege eingestimmt werden soll. Auch in unserer Kulturberichterstattung geht es uns um Aufklärung und nicht um Verschleierung.

Mehr als eine linke Tageszeitung

Wie wir das machen, können Sie täglich in der Tageszeitung junge Welt nachlesen. Denn unsere Hauptaufgabe sehen wir darin, Ihnen werktäglich eine gute junge Welt in gedruckter und digitaler Form zur Verfügung zu stellen. Aber wir bieten noch mehr an: So gibt unser Verlag 8. Mai mit Melodie & Rhythmus ein Magazin für Gegenkultur heraus, das vierteljährlich erscheint. An jedem zweiten Samstag im Januar veranstalten wir (unterstützt von mehr als 30 Gruppen und Medien) die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin. Sie ist mit 3.000 Teilnehmenden das größte regelmäßige Treffen von konsequenten Linken im deutschsprachigen Raum. In Berlin betreiben wir eine Ladengalerie mit Büchershop, bauen eine linke Kunstsammlung auf und geben eine Reihe von spannenden Büchern heraus. Unser bekanntester Autor ist der russische Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin, unser Verlag verfügt über die Rechte an den deutschsprachigen Texten seines Werkes.

Sie sollten uns mal kennenlernen

Haben Sie Lust, diese Zeitung mal näher kennenzulernen? Natürlich können Sie sich dazu hin und wieder eine Ausgabe am Kiosk kaufen. Oder das dreiwöchige, kostenlose Probeabo nutzen. Falls Sie aber die Zeitung richtig verinnerlichen und nutzen wollen, sollten Sie diese abonnieren! Das ist auch der beste Weg, sie ganz praktisch zu unterstützen, denn über Abonnements werden fast alle Kosten gedeckt. Der zweitbeste wäre, selber Eigentümer und Mitherausgeber der Zeitung zu werden: Dazu wird man einfach Mitglied in der Genossenschaft LPG junge Welt eG, ihr gehört der Verlag und damit auch die junge Welt. Eine dritte Möglichkeit, unsere Arbeit zu unterstützen, sind Spenden: etwa für unseren Prozesskostenfonds, damit wir uns gute Anwälte für die Verteidigung gegen diverse juristische Angriffe leisten können. Oder für den Lesefonds, über den wir kostenlose dreiwöchige Probeabos oder Freiabos für soziale Einrichtungen finanzieren.

Die junge Welt weiterempfehlen

Es gibt eine ganz einfache, aber sehr wichtige weitere Form der Unterstützung, die nichts kostet: Empfehlen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis die junge Welt weiter! Denn über Millionenbeträge für teure Werbekampagnen verfügen wir nicht, dafür aber über eine engagierte Leserschaft, die uns beim Bekanntmachen der Zeitung dankenswerterweise behilflich ist. Da werden Probeabos geworben und bei vielen Gelegenheiten auch Zeitungen an Interessierte verteilt. Rund um den 1. Mai erreicht unsere Zeitung dank der Hilfe von Leserinitiativen und Einzelunterstützern bis zu 130.000 Personen im gesamten deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr sind es zwar coronabedingt weniger, aber es ist uns selbst unter den gegenwärtig besonders schwierigen Bedingungen trotzdem gelungen, viele neue Leserinnen und Leser zu finden. Dafür gilt allen Beteiligten unser herzlicher Dank!

Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt

Link zum Spendenfonds: jungewelt.de/spenden

Link zu mehr Infos zur Genossen­schaft: jungewelt.de/genossenschaft

Link zu den Abos: jungewelt.de/abo

1.000 Abos jetzt

Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

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