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Aus: Ausgabe vom 30.04.2021, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Peter Simonischek und Volker Kaukoreit forschen im Nachlass von Erich Fried – »Wir sind ein Tun aus Ton«

Re: Fliegen, fahren, schweben

Der Verkehr der Zukunft

In Bruchsal entwirft Christian Bauer Pläne für Flugtaxis, seit 2019 verkehrt in dänischen Gewässern eine elektrisch betriebene Fähre, und in Niedersachsen wird die Bentheimer Eisenbahn aufgerüstet. Zumindest die erste Idee ist ziemlich beunruhigend, wenn der Himmel in der Großstadt von kleinen Hubschraubern bevölkert wird – aber Verkehrsminister Scheuer findet es klasse, bis zum ersten Aufflugunfall an der Wolkenampel. D 2020.

Arte, Fr., 19.40 Uhr

I Am Mother

Nachdem die Erde unbewohnbar und die Menschheit ausgestorben ist, wird in einem von der Außenwelt abgeschotteten Bunker ein Mädchen von einem humanoiden Roboter namens »Mutter« aufgezogen. Der Roboter wurde entwickelt, um die Welt neu zu besiedeln. Als eines Tages eine verletzte Frau vor der Luftschleuse des Bunkers auftaucht, beginnt das Mädchen zu zweifeln. Kann sie »Mutter« noch trauen? Guter Film. AUS 2019.

RTL 2, 20.15 Uhr

Kill Bill Vol. 2

Wer sein Steak blutig mag, wird hier seriös-tarantinesk bedient. Der Rachefeldzug der Braut ist erst zu Ende, wenn das Killerkommando, das bei ihrer Hochzeit ein Blutbad anrichtete, ausgelöscht ist. USA/MEX/CHN 2004.

RTL 2, Fr., 22.45 Uhr

Das Comeback von Monstera und Co.

Zu Besuch bei Berliner Zimmerpflanzenfreaks

Junge Menschen haben die Liebe zur Zimmerpflanze entdeckt. Monstera, Sansevieria und Strelitzien sind die Lebensabschnittsbegleiter vieler Millenials. Mit großer Leidenschaft teilen sie ihr Zimmerpflanzenglück vor allem im Netz. Das ist nicht so spießig, wie es scheinen mag. D 2021.

RBB, Sa., 18.10 Uhr

Spur der Steine

Auf der Großbaustelle in Schkona regiert Brigadier Balla. Der vorherrschenden Macho-Anarchie sollen der neu eingesetzte Parteisekretär und die junge Technologin Kati ein Ende bereiten. Balla verliebt sich in Kati und legt sich mit dem Parteisekretär an. DDR 1966. Mit Manfred Krug und Krystyna Stypulkowska. Regie: Frank Beyer.

NDR, Sa., 23.30 Uhr

Erich Fried – Wir sind ein Tun aus Ton

Am 6. Mai hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert. Menschen, die mit ihm eng verbunden waren, geben in dieser Doku einen Einblick in kleine private und berufliche Episoden und damit in das facettenreiche Wesen ihres Freundes Erich Fried. M&R und jW ehren den Dichter am 8. Mai ab 16 Uhr im Livestream: mit Filmschau und Gala!

3sat, So., 18.30 Uhr

Zeitreise

Erich Honecker – eine Karriere

Hoffentlich eine faire Auseinandersetzung: Viele vergessen, dass »EH« als Hoffnungsträger begann. Als er vor 50 Jahren, am 3. Mai 1971, sein Amt als Generalsekretär der SED antrat, brachte er frischen Schwung in die Bude.

MDR, So., 22 Uhr

Marx für alle!

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  • Leserbrief von E. Rasmus aus Berlin ( 3. Mai 2021 um 11:10 Uhr)
    »Zeitreise Erich Honecker – eine Karriere« im MDR am 2. Mai vorzuschlagen zeugt schon von Instinktlosigkeit, wenn der vorschlagende Redakteur schreibt: »Hoffentlich eine faire Auseinandersetzung: Viele vergessen, dass ›EH‹ als Hoffnungsträger begann. Als er vor 50 Jahren, am 3. Mai 1971, sein Amt als Generalsekretär der SED antrat, brachte er frischen Schwung in die Bude.« Erstens wird hier »EH« gegen Walter Ulbricht ausgespielt; er erntete die Politik eines kollektiven Politbüros und einer Regierung, die trotz der imperialistischen Blockade, eines Chruschtschow und seines Nachfolgers Breschnew es zu weltweiter Anerkennung der DDR brachte. Unter Walter Ulbricht stand die ideologische Abgrenzung in der Auseinandersetzung an oberster Stelle. Ein Papier, wie es zwischen der SPD- und der SED-Führung 1986 über ein »Missverständnis« zu dem von Lenin ausgearbeiteten Prinzip der friedlichen Koexistenz ausgehandelt wurde, wäre mit Walter Ulbricht nicht als trojanisches Pferd zu machen gewesen. »Wandel durch Annäherung« eines Egon Bahr hätte keine Zukunft besessen, in deren Resultat die DDR konterrevolutionär untergegangen ist. Zweitens. Vom MDR zu erwarten, dass er nicht Dreck ins Getriebe der Geschichte wirft, heißt, dass Ostern und Weihnachten auf ein Datum zusammenfallen müssten.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Heinz-Joachim R. aus Berlin (30. April 2021 um 19:30 Uhr)
    Ich benutze die Rubrik Vorschläge fürs Fernsehprogramm sehr selten, aber irritiert in meiner Anschauung, bemerkte ich den Sender RTL2. Mag ja sein, dass da mal was sehenswert ist. Allerdings stellte ich beim Durchschalten der Sender vor längerer Zeit bereits fest, daß bei RTL2 nur etwa ein Drittel des Bildes dauerhaft sichtbar wird, wenn man sich da nicht anmeldet. Fernsehen mit Datenkontrolle kann ich mir verkneifen. Bei den meisten anderen Privatsendern verschwindet die Leiste nach kurzer Zeit, wenn man sich die Offerten antun möchte, bei RTL2 nicht. Derartige Vorschläge, finde ich, entspringen entweder einer naiven Geisteshaltung oder sind sogar systemopportun. Na ja. Für Facebook, Twitter und Instagram wirbt die linke Zeitung ja auch schon länger. Das linke Spektrum weiß sich nicht abzugrenzen, und »die Entartung kommt, wie man zu sagen pflegt, auf Taubenfüßen«. Diesen Ausspruch von Karl Schirdewan von 1956 stellte mein verstorbener Freund Kurt Gossweiler seiner zweibändigen Taubenfuß-Chronik voran.

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