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Aus: Ausgabe vom 23.04.2021, Seite 1 / Ausland
Russland

Russland beendet heute Manöver

Verteidigungsminister Schoigu zufrieden mit Übungen. Lukaschenko zu Gesprächen in Moskau
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Immer bereit gegen feindliche Aggressionen: Russische Manöver auf der Krim (22.4.2021)

Die russischen Militärmanöver nahe der Grenze zur Ukraine enden am heutigen Freitag. Verteidigungsminister Sergej Schoigu kündigte das am Donnerstag auf der Krim an. Er erklärte: »Ich glaube, dass die Ziele der unangekündigten Inspektion voll erreicht wurden. Die Truppen haben ihre Fähigkeit bewiesen, eine zuverlässige Verteidigung des Landes zu gewährleisten.« An den Manövern nehmen nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums 10.000 Soldaten und 40 Kriegsschiffe teil. Kiew und der Westen hatten in den vergangenen Wochen wegen der Manöver von einem angeblich bevorstehenden russischen Angriff auf die Ukraine phantasiert.

Am Donnerstag traf in Moskau das Staatsoberhaupt von Belarus, Alexander Lukaschenko, zu Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin ein. Bei den Gesprächen, die nach jW-Redaktionsschluss endeten, sollte es laut TASS vor allem um die Union beider Staaten gehen. Weitere Themen seien die Handelsbeziehungen, die Bekämpfung der Pandemie sowie »Herausforderungen und Bedrohungen« in der Region. Am selben Tag erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, die Verschwörung zum Staatsstreich in Belarus, bei der Lukaschenko und dessen Sohn ermordet werden sollten, sei »ohne Wissen amerikanischer Geheimdienste« schwer vorstellbar. Am Freitag vergangener Woche hatte der belarussische Geheimdienst KGB mitgeteilt, dass in Moskau vom russischen Geheimdienst FSB zwei Belarussen festgenommen worden seien: der Politikwissenschaftler Alexander Feduto und der Anwalt Juri Senkowitsch, der auch die US-Staatsbürgerschaft hat.

Putin nahm am Donnerstag zudem am Onlineklimagipfel teil, zu dem US-Präsident Joseph Biden eingeladen hatte. Mit ihm hatte der russische Präsident über die Pläne für das Attentat auf Lukaschenko am vergangenen Wochenende telefonisch gesprochen. Am Mittwoch hatte Putin in diesem Zusammenhang vor der Föderalen Versammlung in Moskau vor dem Überschreiten »roter Linien« gegenüber Russland gewarnt. (Agenturen/jW)

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